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Die Europäische Kommission hat am 19. Juni 2026 das EUROPA-Konsortium ausgewählt. Geplant ist ein offen zugängliches Modell mit mehr als 400 Milliarden Parametern, das alle 24 Amtssprachen der EU abdeckt; das Projekt erhält für ein Jahr Zugang zu EuroHPC-Rechenzeit.
Die Europäische Kommission hat am 19. Juni 2026 das EUROPA-Konsortium unter Führung des italienischen Unternehmens Domyn zum Gewinner der Frontier AI Grande Challenge erklärt. Das Vorhaben soll ein großskaliges, offen zugängliches KI-Modell entwickeln, das alle 24 offiziellen Sprachen der EU abdeckt.
Die Kommission nennt technische Vorgaben: das Projekt strebt ein Modell mit mehr als 400 Milliarden Parametern an und erhält für ein Jahr Zugang zu EuroHPC-Supercomputing-Kapazitäten von bis zu 2,5 Prozent der verfügbaren Rechenzeit für das Training. Zu den Partnern zählen unter anderem Fraunhofer-Organisationen.
Die Entscheidung setzt den EU-Plan um, mit öffentlich geförderter Infrastruktur und offenen Modellen sprachliche und industrielle Vielfalt zu stützen und technologische Souveränität zu fördern. Die praktische Wirkung hängt jedoch an Details zur Offenheit der Modelle wie Gewichten, Lizenzierung und Safety-Reporting sowie daran, ob das Projekt die Leistungsfähigkeit großer kommerzieller Modelle erreicht.
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