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Von Anthropic veröffentlichte Gesprächsseiten ließen sich zeitweise über Suchmaschinen finden. Betroffen waren auch Chats mit persönlichen, rechtlichen und geschäftlich sensiblen Inhalten.
Anthropic erzeugt für geteilte Claude Gespräche öffentliche URLs. Bei den von WIRED geprüften Seiten fehlte jedoch das noindex Signal, das Suchmaschinen anweist, die Inhalte nicht in ihre Trefferlisten aufzunehmen. Google und Bing konnten die Seiten deshalb indexieren, sobald sie über das Web gefunden wurden.
WIRED fand unter den auffindbaren Chats unter anderem Gespräche über politische Zugehörigkeit, juristische Selbstanzeigepflichten und erotische Inhalte. Auch mit Claude erstellte interaktive Anwendungen, sogenannte Artifacts, waren betroffen. Google entfernte die Treffer im Verlauf des 27. Juli 2026, während sie bei Bing zunächst weiter abrufbar blieben.
Der Vorfall zeigt eine unangenehme Lücke zwischen „mit Link geteilt“ und „nicht öffentlich auffindbar“. Wer einen Claude Chat geteilt hat, sollte die Liste der freigegebenen Gespräche in den Datenschutzeinstellungen prüfen. Auf die Unsichtbarkeit einmal gefundener Links sollte sich niemand verlassen.
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