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Neue Schriftsätze im Urheberrechtsstreit der New York Times gegen Microsoft und OpenAI enthalten scharfe interne Einschätzungen zu KI-Training und möglicher Verdrängung von Verlagsinhalten. Interne Microsoft-Daten sollen zudem einen deutlichen Rückgang der Klicks auf die Website der New York Times durch Copilot belegen.
In am 17. September veröffentlichten Schriftsätzen wird ein Microsoft-Forschungsdirektor mit der Einschätzung zitiert, das Training von KI-Modellen sei der „größte Diebstahl menschlicher Arbeitskraft“. Die Unterlagen führen außerdem interne Aussagen an, wonach Chatbots Inhalte von Verlagen zunehmend ersetzen könnten.
Interne Microsoft-Daten sollen zeigen, dass Copilots Antwortfunktion die Klickrate auf die Website der New York Times im Vergleich zur klassischen Bing-Suche um bis zu 93 Prozent senkte. Zudem sollen Trainingsdatensätze zehntausende Kopien von Werken mehrerer Nachrichtenverlage enthalten haben.
Die Dokumente entscheiden nicht darüber, ob das Training rechtmäßig war. Microsoft bezeichnete die Äußerungen als persönliche Einschätzung und verwies auf seine Position zur Fair-Use-Verteidigung. Die Kläger wollen die Unterlagen dagegen als Beleg für mögliche Substitution und Marktschädigung nutzen. Der Konflikt zeigt damit nicht nur einen Streit über Urheberrecht, sondern über die ökonomische Grundlage von Nachrichten im KI-Zeitalter.
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