Zurück zur Übersicht
Die US-Zeitungen werfen den Unternehmen vor, journalistische Inhalte ohne Erlaubnis für das Training und den Betrieb von ChatGPT, Copilot und Bing Funktionen genutzt zu haben. Der Fall verschärft den Streit darüber, ob KI Dienste Verlagsinhalte reproduzieren und damit deren Geschäftsmodelle untergraben.
Die Seattle Times und Newsday haben am 4. September 2026 beim Bundesbezirksgericht für den Southern District of New York Klage gegen OpenAI und Microsoft eingereicht. Nach Darstellung der Verlage nutzten die Unternehmen ihre Inhalte ohne Erlaubnis, darunter auch Beiträge hinter Bezahlschranken.
Die Zeitungen behaupten außerdem, KI Systeme könnten Passagen ihrer Berichte nahezu wortgetreu wiedergeben. Das könne Besuche auf den Originalseiten und damit auch Abonnements ersetzen. Als Beispiel nennt die Klage laut GeekWire eine 88 Wörter lange, nahezu wörtliche Wiedergabe aus der Berichterstattung der Seattle Times über die Abstürze der Boeing 737 MAX.
OpenAI erklärte gegenüber Reuters, seine Modelle würden mit öffentlich zugänglichen Daten trainiert. Das Unternehmen beruft sich dabei auf den Grundsatz der Fair Use. Die Klage zeigt erneut, worum es im Streit um Trainingsdaten tatsächlich geht: Nicht nur um Urheberrecht, sondern um die Frage, wer an hochwertigen Inhalten verdient, wenn KI Systeme sie direkt an Nutzer ausliefern.
Der Kommentarbereich wird geladen, sobald du ihn erreichst.
Weiterlesen
Das US-Justizministerium hält das Training großer Sprachmodelle mit urheberrechtlich geschützten Texten grundsätzlich für vom Fair-Use-Prinzip gedeckt. Die Stellungnahme könnte Folgen für zahlreiche weitere Klagen gegen KI-Anbieter haben.
OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft und weitere Unterzeichner sehen Krankenhäuser, Wasserwerke und die Internetinfrastruktur als besonders gefährdet. Ein offener Brief fordert schnellere Abwehrmaßnahmen und mehr internationale Zusammenarbeit.
Microsoft will Unternehmen stärker an die eigene KI-Plattform binden und zugleich den Wechsel zwischen verschiedenen Modellanbietern erleichtern. Der Konzern setzt dabei auf eigene Modelle, Agenten, Sicherheitswerkzeuge und Chips.
Das US-Handelsministerium will der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate sowie ausgewählten Unternehmen den Bezug bestimmter fortgeschrittener Rechenkomponenten ohne Einzelgenehmigung ermöglichen. Für andere Abnehmer und Leistungsklassen bleiben die Exportbeschränkungen bestehen.