Zurück zur Übersicht
Das Europäische Parlament hat seine Linie zum Digital Omnibus on AI Regulation festgelegt. Teile des AI Act sollen später greifen, zugleich rückt Brüssel Nudifier-Apps stärker in den Fokus.
Das Europäische Parlament hat am 26. März 2026 seine Position zum Digital Omnibus on AI Regulation beschlossen. Das Paket betrifft Anpassungen am KI-Gesetz und enthält zugleich neue Vorgaben für besonders riskante Anwendungen.
Nach dem Beschluss sollen Teile des AI Act für bestimmte Anwendungsfälle später greifen. Parallel sieht die Position ein Verbot sogenannter Nudifier-Apps vor, also Anwendungen, die Personen digital entkleiden oder sexualisierte Deepfakes erleichtern.
Für Anbieter in Europa bedeutet das mehr Zeit bei einzelnen Pflichten, während für Nudifier-Apps strengere Regeln gelten sollen.
Weiterlesen
Der Rat der Europäischen Union hat Änderungen an den Umsetzungsregeln des EU‑KI‑Gesetzes beschlossen. Zentrale Pflichten für Hochrisiko‑KI werden verschoben, zugleich treten frühere Verbote für nicht‑einvernehmliche intime Inhalte und KI‑erzeugtes CSAM in Kraft.
Die Frist für Stellungnahmen zu den Entwurfsleitlinien nach Artikel 6 des EU‑KI‑Acts wurde von 23. Juni auf 23. Juli 2026 ausgedehnt. Die Leitlinien, veröffentlicht am 19. Mai, sollen Klarheit zur Abgrenzung hochriskanter Systeme schaffen.
Der freiwillige Leitfaden konkretisiert, wie Anbieter Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung erfüllen können und nennt technische Bausteine wie maschinenlesbare Metadaten und imperzeptible Wasserzeichen.
Das Europäische Parlament hat in Straßburg ein Paket zur Vereinfachung des KI-Rechts gebilligt. Es führt ein ausdrückliches Verbot nicht einvernehmlicher 'nudifier'-Funktionen ein und verschiebt mehrere Compliance-Fristen.
Ein wissenschaftliches Panel aus 60 unabhängigen Experten und ein Beratungsforum sollen die Anwendung des KI-Gesetzes technisch absichern. Für Anbieter von KI-Modellen wird Regulierung damit endgültig zur operativen Pflicht.