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Das Ministerium kündigte am 9. Juni 2026 mehrere KI‑Pilotprojekte an, darunter Assistenzsysteme für juristische Routinearbeit, ein Tool zur Priorisierung prozessbereiter Fälle und die landesweite Bereitstellung von „Justice Transcribe“ für Bewährungs‑ und Vollzugsdienste. Der Schritt beschleunigt staatliche KI‑Adoption in der Justiz und wirft zugleich Fragen zu Aufsicht und Transparenz auf.
Das britische Justizministerium hat am 9. Juni 2026 den Start mehrerer KI‑Pilotprojekte angekündigt. Geplant sind unter anderem Assistenzsysteme für Routineaufgaben, ein Werkzeug zur Identifikation und Listung prozessreifer Fälle sowie die Ausweitung von „Justice Transcribe“ für Bewährungs‑ und Vollzugsdienste in England und Wales.
„Justice Transcribe“ soll automatisch Gesprächsaufzeichnungen transkribieren und laut Regierungsschätzung jährlich rund 18.750 Kalendertage an Arbeitszeit freisetzen. Weitere Pilotprojekte, etwa Transkriptions‑Tools für Einwanderungs‑ und Asyltribunale sowie ein System zur Gruppierung von Verhandlungen, werden zunächst in kontrollierten Testumgebungen erprobt.
Die Maßnahmen sind Teil der Programme „AI Exemplars“ und der neu gestarteten „AI Growth Labs“, die LawTech‑Innovationen in gesicherten Rahmenbedingungen beschleunigen sollen. Die Regierung betont, dass eine breitere Verbreitung erst nach Erfüllung hoher Sicherheits‑ und Ethikstandards erfolgt; Beobachter mahnen dennoch stärkere Aufsicht, Transparenz und Prüfung auf Bias‑Risiken an.
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Die Europäische Zentralbank hat beaufsichtigte Institute angewiesen, innerhalb von vier Monaten Aktionspläne zur Abwehr von KI-gestützten Cyberangriffen vorzulegen. Die Anweisung stellt die Systemrelevanz leistungsfähiger frontier-Modelle, etwa des Anthropic-Modells Mythos, ins Zentrum.
Der Rat der Europäischen Union hat Änderungen an den Umsetzungsregeln des EU‑KI‑Gesetzes beschlossen. Zentrale Pflichten für Hochrisiko‑KI werden verschoben, zugleich treten frühere Verbote für nicht‑einvernehmliche intime Inhalte und KI‑erzeugtes CSAM in Kraft.
Die Kommission hat in einer Vorabentscheidung vom 25. Juni 2026 angekündigt, Amazon Web Services und Microsoft Azure als Gatekeeper nach dem Digital Markets Act zu betrachten. Eine Designation würde neue Auflagen zu Interoperabilität, Datenzugang und Portabilität für Cloud‑Anbieter in der EU zur Folge haben.
Die Europäische Kommission hat am 19. Juni 2026 das EUROPA-Konsortium ausgewählt. Geplant ist ein offen zugängliches Modell mit mehr als 400 Milliarden Parametern, das alle 24 Amtssprachen der EU abdeckt; das Projekt erhält für ein Jahr Zugang zu EuroHPC-Rechenzeit.
Der freiwillige Leitfaden konkretisiert, wie Anbieter Transparenzpflichten der EU-KI-Verordnung erfüllen können und nennt technische Bausteine wie maschinenlesbare Metadaten und imperzeptible Wasserzeichen.