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Die niederländische Datenschutzbehörde wirft Uber vor, Fahrer zwischen 2018 und 2022 mithilfe automatisierter Systeme ohne ausreichende Information und ohne menschliche Prüfung gesperrt zu haben. Auslöser des Verfahrens waren Beschwerden von 171 französischen Fahrern.
Die niederländische Datenschutzbehörde AP hat gegen Uber ein Bußgeld von 824,99 Millionen Euro verhängt. Nach ihrer Auffassung sperrte das Unternehmen Fahrer zeitweise oder dauerhaft, nachdem automatisierte Systeme etwa Fahrverhalten oder Kundenbewertungen ausgewertet und einen Betrugsverdacht oder eine zu niedrige Bewertung festgestellt hatten.
Die Behörde sieht darin einen Verstoß gegen das in der Datenschutz-Grundverordnung verankerte Verbot vollständig automatisierter Entscheidungen mit erheblichen Folgen für Betroffene. Uber kündigte Berufung an und erklärte, die beanstandeten Verfahren inzwischen beendet zu haben.
Nach Angaben des Unternehmens gibt es inzwischen menschliche Prüfungen und Widerspruchsmöglichkeiten. Der Fall zeigt dennoch deutlich, wo automatisierte Systeme an eine harte Grenze stoßen: Wer über den Zugang zu Arbeit und Einkommen entscheidet, darf die Verantwortung nicht einfach an einen Algorithmus delegieren.
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