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Fast die gesamte Summe der Kauf- und Mietverpflichtungen betrifft Rechenleistung und Infrastruktur.
Anthropic hat am 2. November 2026 in einer aktualisierten Börsenanmeldung Kauf- und Mietverpflichtungen von rund 895,4 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Nach Angaben des KI-Unternehmens betrifft fast die gesamte Summe Rechenleistung und Infrastruktur. Es handelt sich um langfristige Verpflichtungen, nicht um bereits vollständig geleistete Zahlungen. Ein Teil der Verträge steht unter Bedingungen oder kann gekündigt werden.
Anthropic hatte die Gesamtsumme in seiner ersten öffentlichen Börsenanmeldung vom 26. Oktober noch offengelassen. Die aktualisierte Unterlage umfasst auch kurzfristige Verpflichtungen und Mietverträge, deren Laufzeit noch nicht begonnen hat. Nahezu der gesamte Betrag, der nicht vor Ende 2030 anfällt, wird laut Anthropic zwischen 2031 und 2045 erwartet.
Zu den Voraussetzungen für einen Teil der Verträge gehört unter anderem die Finanzierung durch Vertragspartner. Anthropic weist darauf hin, dass die Verpflichtungen seine Betriebsausgaben und seinen Kapitalbedarf erheblich erhöhen können. Allein für kurzfristig beschaffte Rechenleistung entstanden dem Unternehmen im dritten Quartal Kosten von 5 Milliarden US-Dollar.
Von Juli bis September erzielte Anthropic nach eigenen Angaben 17 Milliarden US-Dollar Umsatz und verzeichnete einen Nettoverlust von 23,3 Milliarden US-Dollar. Für die ersten neun Monate meldete das Unternehmen 33,2 Milliarden US-Dollar Umsatz und 104 Milliarden US-Dollar Nettoverlust. Darin enthalten ist eine buchhalterische Belastung von rund 94 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Finanzierungsvereinbarungen.
Anthropic plant eine Notierung an der Nasdaq unter dem Kürzel ANT. Die aktualisierte Anmeldung nannte weder einen konkreten Ausgabepreis noch das angestrebte Emissionsvolumen.
Die Angaben zeigen, in welcher Größenordnung ein großer KI-Anbieter langfristig Rechenleistung und Infrastruktur vertraglich einplant. Zugleich verdeutlichen sie den möglichen Kapitalbedarf für den Betrieb und Ausbau solcher Kapazitäten. Welche Verpflichtungen tatsächlich fällig werden, hängt teilweise von Vertragsbedingungen und der Finanzierung durch Partner ab.

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