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Der Forschungsprototyp soll kryptografisch belegen, welches KI-Modell eine Antwort erzeugt hat, verursacht aber hohen Rechenaufwand.
Anthropic hat am 2. November 2026 FlashProve veröffentlicht, einen Open-Source-Forschungsprototyp für den Herkunftsnachweis von KI-Antworten. Das Verfahren soll überprüfbar machen, ob eine Ausgabe von einem zuvor festgelegten Modell stammt. Im Test benötigte die Nachweiserstellung laut Anthropic allerdings das 70- bis 95-Fache der GPU-Zeit gegenüber einer Verarbeitung ohne Nachweis. Der Nachweis sagt nichts darüber aus, ob eine Antwort sachlich richtig ist.
Für den Nachweis legt der Anbieter zunächst einen digitalen Fingerabdruck der Modellgewichte fest. Das sind die Zahlenwerte, die das Verhalten eines Modells bestimmen. Zu einer Antwort lässt sich anschließend ein kryptografischer Nachweis erzeugen und prüfen, ohne diese Gewichte offenzulegen.
Anthropic testete das Verfahren mit Metas Llama 4 Maverick. Das Modell hat 400 Milliarden Parameter, von denen pro Token rund 17 Milliarden genutzt werden. Für den Test wurde die Genauigkeit der gespeicherten Zahlenwerte auf vier Bit reduziert. Token sind kleine Texteinheiten; jede Prüfdatei bezog sich auf ein Ausgabetoken.
Code, Dokumentation und formale Beweise stehen laut Anthropic unter der Apache-2.0-Lizenz. Für den schnellen ausführbaren Code gibt es jedoch keine formale Garantie, dass er dem überprüften Protokoll entspricht. Das Projektverzeichnis bezeichnet FlashProve zudem als nicht gepflegtes Forschungsartefakt. Anthropic fordert Forschende auf, den Zwischenstand zu überprüfen und zu verbessern.
Ein überprüfbarer Herkunftsnachweis könnte Kunden und unabhängigen Prüfern helfen zu kontrollieren, ob eine Antwort tatsächlich vom vereinbarten Modell stammt. Der hohe Rechenaufwand und die begrenzte Kontextlänge zeigen zugleich Grenzen des Prototyps. An der Arbeit waren auch Forschende der Schweizer Hochschule EPFL beteiligt.

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