Zurück zur Übersicht
Die zwischenstaatliche World Artificial Intelligence Cooperation Organization soll die internationale Zusammenarbeit und globale KI-Governance fördern. Mit dem Sitz in Shanghai stärkt China seinen Einfluss auf die Gestaltung internationaler KI-Regeln.
Vertreter aus 29 Staaten haben am 16. Juli 2026 in Shanghai das Gründungsabkommen für die World Artificial Intelligence Cooperation Organization unterzeichnet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen unter anderem Russland, Pakistan, Indonesien, Kasachstan und Laos.
Die Organisation soll unabhängig und zwischenstaatlich arbeiten und sich an den Grundsätzen der UN-Charta orientieren. Ihr Ziel ist eine „nützliche, sichere und faire“ Entwicklung künstlicher Intelligenz. Der Hauptsitz soll in Shanghai entstehen.
Die Unterzeichnung fand am Vorabend der World Artificial Intelligence Conference statt, die vom 17. bis 20. Juli 2026 in Shanghai ausgerichtet wird. Damit erhält China eine eigene zwischenstaatliche Struktur, um die internationale Debatte über KI-Regeln mitzuprägen.
Der Kommentarbereich wird geladen, sobald du ihn erreichst.
Weiterlesen
Die USA haben China einen Austausch über KI-Vorfälle mit möglichen Folgen für die nationale Sicherheit vorgeschlagen. Ein fertiges Abkommen gibt es bislang nicht, doch die Debatte erreicht damit die strategische Kommunikation beider Staaten.
Der geplante EU KIDS Act sieht vor, KI-Chatbots und digitale Begleiter für Minderjährige standardmäßig zu deaktivieren. Zudem sollen Plattformen strengere Altersgrenzen und Sicherheitsvorgaben einhalten.
Microsoft AI will mit einem öffentlichen Entwurf Regeln für die Entwicklung und den Einsatz künftiger MAI Modelle festlegen. Vorgesehen sind unter anderem Vorgaben zur menschlichen Kontrolle, zur Abschaltung und zur Begrenzung eigenständiger Ziele.
EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen hält internationale Vorgaben für KI angesichts möglicher Cyber- und Biogefahren für notwendig. Der EU-KI-Act setzt bereits Regeln für Anbieter in Europa, gilt aber nicht weltweit.