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Die Europäische Zentralbank hat beaufsichtigte Institute angewiesen, innerhalb von vier Monaten Aktionspläne zur Abwehr von KI-gestützten Cyberangriffen vorzulegen. Die Anweisung stellt die Systemrelevanz leistungsfähiger frontier-Modelle, etwa des Anthropic-Modells Mythos, ins Zentrum.
Am 7. Juli forderte die Europäische Zentralbank in einem Schreiben an die Geschäftsleitungen beaufsichtigter Banken umfassende Aktionspläne, mit denen Verteidigungs- und Erkennungsfähigkeiten gegen KI-gestützte Cyberangriffe gestärkt werden sollen.
Als Prioritäten nennt die EZB den Schutz internetexponierter Systeme und von Drittsoftware, beschleunigte Behebung von Schwachstellen sowie verstärkte Überwachung und Kontrolle von Zulieferern. Die Maßnahmen sollen kurzfristig in operative Abläufe und die Drittanbieter-Governance integriert werden.
Hintergrund sind wachsende Sorgen über die Cyberfähigkeiten moderner frontier-Modelle; die EZB verweist darauf, dass der Zugang zu manchen Modellen bereits eingeschränkt ist und Verteidigungskapazitäten schneller an Tempo und Reichweite dieser Modelle angepasst werden müssen.
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Frank Elderson fordert die Institute auf, sich rasch auf Attacken mit Tools wie Anthropic Mythos vorzubereiten. Für die Aufseher ist KI-gestützte Cyberkriminalität damit kein Zukunftsthema mehr, sondern ein akutes Betriebsrisiko.
Neue KI-Modelle können Schwachstellen in Software schneller aufspüren und erhöhen damit laut EZB das Cyberrisiko für Banken. Institute in der Euro-Zone müssen deshalb mehr in Sicherheit, Kontrollen und Governance investieren.
Der US-KI-Anbieter setzt seine Expansion in Europa fort. Nach Paris und München ist Mailand der nächste Standort im Rennen um Unternehmenskunden.
Brüssel verhandelt offenbar nicht nur über Regeln, sondern auch direkt über den Zugriff auf Frontier-KI. Das könnte zum Präzedenzfall werden, wie die EU bei Sicherheit und Marktzugang mit den größten Modellen umgeht.