🇩🇪 Deutschland plant die KI-Nation 2030

PLUS: 3 weitere Stories, Tipps & Tricks sowie KI-Ranking

IN DIESER AUSGABE

  • ChatGPT erstellt jetzt auch animierte GIFs

  • Studierende fühlen sich zum KI-Einsatz gedrängt

  • Deutschland will bis 2030 zur KI-Nation werden

  • KI wird bei den US-Midterms zum Streitthema

  • Unser wöchentliches Ranking, Tipps & Events

KI-TOOLS DER WOCHE

  1. 📝 Granola – Hält Beschlüsse aus Meetings fest und sammelt offene Aufgaben für die nächste Runde*

  2. 🎙️ Wispr Flow – Macht aus einer diktierten Idee direkt einen Entwurf für deine E-Mail und lässt Füllwörter weg*

  3. 📅 Reclaim.ai – Plant Zeit für konzentriertes Arbeiten ein und sucht bei Terminkonflikten ein neues freies Fenster*

  4. 🔎 Firecrawl – Wandelt Konferenzseiten in Markdown um, damit du Termine und Programmpunkte für deine Recherche sammeln kannst*

  5. 🎧 Scribe – Schreibt aufgezeichnete Podiumsgespräche mit und kennzeichnet die Sprecher, damit du Zitate im Mitschnitt wiederfindest*

# Bonus: 📬 beehiiv – Erstellt eine Anmeldeseite für deinen Newsletter und verschickt neuen Lesern automatisch eine Begrüßungsmail*

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Offizielles Images-2.6-Startmotiv neben einem Original-Demobild mit einer weinenden Bürofigur vor einem fallenden Börsenchart

Bildquelle: OpenAI

ChatGPT erstellt jetzt auch animierte GIFs

ChatGPT stellt mit Images 2.6 neue Möglichkeiten für Bilder und kurze Animationen vor. OpenAI bringt GIFs in den Chatbot und verspricht präzisere Korrekturen an bereits erzeugten Motiven.

  • Aus einem Bild lassen sich GIFs erstellen, also kurze Animationen, die in Endlosschleife laufen. Als Beispiele nennt OpenAI ein bewegtes Firmenmaskottchen oder animierte Produktbilder.

  • Bei mehreren Bearbeitungsschritten soll das Aussehen von Figuren und Produkten besser erhalten bleiben. Auch die Gestaltung von Plakaten soll profitieren.

  • Die Bildgenerierung ist laut OpenAI 50 Prozent schneller als bisher.

  • Das Update ist laut OpenAI weltweit in allen ChatGPT-Tarifen verfügbar, auch im kostenlosen Tarif sowie über die API. Es lässt sich im Browser und in der App nutzen.

Warum das wichtig ist: OpenAI führt mit dem Vorgänger bereits das KI Weekly Ranking für Bilderzeugung an und legt nun noch einmal nach. Die laut Anbieter 50 Prozent schnellere Generierung bedeutet vor allem weniger Warten bei neuen Bildentwürfen. Eine Verschnaufpause für die Konkurrenz war offenbar nicht vorgesehen.

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Originaltabelle der Dartmouth-Umfrage, US-Stichprobe mit 1.003 Studierenden: 8,0 Prozent berichten eigene Übernahme von KI-Text mit wenig Bearbeitung, 49,7 Prozent vermuten dies bei Mitstudierenden. Die Spalten zeigen Selbstberichte und Annahmen über andere, kein objektiv gemessenes Verhalten.

Bildquelle: Dartmouth

Studierende fühlen sich zum KI-Einsatz gedrängt

Die US-Universität Dartmouth hat untersucht, wie Studierende KI nutzen. Von den landesweit Befragten Studierenden sagen 39 Prozent, sie müssten bei Aufgaben außerhalb des Unterrichts KI einsetzen, weil ihre Mitstudierenden das ebenfalls täten.

  • Nur acht Prozent geben an, KI-Texte mit wenig Überarbeitung zu übernehmen. Die Hälfte vermutet diese Nutzung bei anderen.

  • Rund 70 Prozent finden benotete Hausaufgaben und andere außerhalb des Unterrichts erledigte Aufgaben durch die KI-Nutzung zunehmend unfair.

  • Viele nutzen KI auch zum Lernen, etwa um schwierige Konzepte zu verstehen oder Übungsfragen zu erstellen. Eine knappe Mehrheit hält die Ergebnisse der Zusammenarbeit für besser als die eigenen ohne KI oder die der KI allein.

  • Rund vier Fünftel haben sich ihre KI-Fähigkeiten nach eigenen Angaben überwiegend selbst beigebracht.

Warum das wichtig ist: Aus einer Lernhilfe kann eine gefühlte Pflicht werden: Ohne KI glaubt man, mit den anderen nicht mehr mithalten zu können. Unter diesem Druck gerät leicht aus dem Blick, ob die KI beim Lernen überhaupt hilft.

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Symbolfoto: Eine deutsche Flagge weht vor der Fassade des Reichstagsgebäudes in Berlin.

Bildquelle: Pexels

Deutschland will bis 2030 zur KI-Nation werden

Die Bundesregierung hat auf dem Digital-Gipfel in Berlin einen Plan für die KI-Nation 2030 vorgelegt. Der Bericht bündelt 18 Maßnahmen und legt fest, woran sich der Fortschritt in Unternehmen und Verwaltung messen lassen soll.

  • Bis 2030 sollen mindestens 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen KI einsetzen. Das geplante Programm "KI stärkt den Mittelstand" soll bestehende Beratung und Förderung leichter zugänglich machen.

  • In neun von zehn Bundesbehörden soll mindestens eine KI-Anwendung bei Kernaufgaben oder in der Zentralabteilung produktiv eingesetzt werden. Der Staat will zudem gezielt Kunde europäischer KI-Anbieter werden und ihnen so verlässlichere Aufträge verschaffen.

  • Geplant ist unter anderem ein großes KI-Rechenzentrum im europäischen Verbund. Kooperationen mit Frankreich und Kanada sollen den Zugang zu leistungsfähigen Modellen sichern und eigene Fähigkeiten stärken.

  • Der Bericht trifft ausdrücklich noch keine Finanzierungsentscheidungen. Die Umsetzung und ihre Finanzierung sollen nun weiter konkretisiert werden.

Warum das wichtig ist: Der Staat als Kunde ist der überzeugendste Hebel dieses Plans. Mit bezahlten Aufträgen kann er europäischen KI-Firmen Referenzen und verlässlichere Nachfrage verschaffen, die beim Wachstum helfen. Europäische Sprachmodelle liegen im KI Weekly Ranking derzeit allerdings deutlich hinter der Weltspitze. Entscheidet sich eine Behörde aus Souveränitätsgründen für ein bei ihrer Aufgabe schwächeres Modell, bezahlt sie diese Förderung womöglich mit weniger Produktivität.

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Symbolfoto: Eine Hand steckt einen Wahlzettel in den Schlitz einer Wahlurne.

Bildquelle: Pexels

KI wird bei den US-Midterms zum Streitthema

KI und Rechenzentren spielten bei den US-Midterms für 56 Prozent der befragten Wähler eine wichtige Rolle bei ihrer Stimmabgabe für den Kongress. Das zeigt eine von NBC veröffentlichte Wählerbefragung des Instituts SSRS.

  • 76 Prozent lehnten den Bau eines neuen Rechenzentrums in ihrer eigenen Gemeinde ab.

  • In einer separaten Frage erwarteten 57 Prozent, dass KI der Gesellschaft eher schaden werde. 24 Prozent rechneten mit mehr Nutzen.

  • Bei den Midterms wurde auch direkt über Bauverbote und strengere Regeln für Rechenzentren abgestimmt. In 44 von 45 vom Tracker erfassten, vollständig ausgezählten Abstimmungen gewann nach vorläufigem Stand die Seite für Einschränkungen.

Warum das wichtig ist: Ein besseres KI-Modell allein ist noch kein guter Grund, sich ein Rechenzentrum in der Nachbarschaft zu wünschen. Deutschlands KI-Pläne brauchen deshalb einen Nutzen, der auch Vorort am Standort überzeugt.

RANKING

IN ALLER KÜRZE

  • 🇪🇺 Grok-Texte bekommen ein unsichtbares Wasserzeichen

    Ab sofort markiert SpaceXSI alle Texte, die Grok über die API erzeugt, standardmäßig mit einem unsichtbaren Wasserzeichen. Das Unternehmen begründet das mit dem EU AI Act, der KI-generierte Inhalte kennzeichnungspflichtig macht. Administratoren können das Wasserzeichen pro Modell abschalten, tragen dann aber selbst die Verantwortung für die Kennzeichnung.

  • 🇺🇸 Claude-Abos heißen jetzt Max und Ultra

    Anthropic hat seine teuren Pläne umbenannt: Aus Max 5x wird „Max“ (90 € im Monat), aus Max 20x wird „Ultra“ (180 €). Verifizierte Ultra-Konten haben kein 5-Stunden-Limit mehr, das Wochenlimit bleibt.

  • 🇺🇸 Anthropic: 17 Mrd. $ Umsatz, aber wieder im Minus

    Laut aktualisiertem Börsenprospekt hat Anthropic im dritten Quartal rund 17 Mrd. $ umgesetzt, 47 % mehr als im Vorquartal. Trotzdem steht ein operativer Verlust von 567 Mio. $, vor allem wegen teuer eingekaufter Rechenleistung.

  • 🇺🇸 ChatGPT und Codex teilen sich ab Dezember ein Kontingent

    Für Plus-, Pro- und Business-Kunden zählt OpenAI die Nutzung von ChatGPT und Codex künftig gemeinsam ab. Schnelle Chat-Antworten (Instant) bleiben außen vor, das Restkontingent zeigt die Einstellungsseite „Nutzung“.

  • 🇺🇸 Marvell kauft Lumentum für 115 Mrd. $

    Der Chiphersteller übernimmt den Laserspezialisten, dessen Bauteile Daten in KI-Rechenzentren per Licht übertragen. Es ist eine der größten Tech-Übernahmen überhaupt. Der KI-Boom treibt inzwischen auch die Zulieferer hinter den Grafikchips.

TIPPS & TRICKS

Bildquelle: Claude Opus 5.5. Motion Design

Welches kostenlose KI-Tool passt zu dir?

ChatGPT, Claude, Copilot, Gemini, Grok und Perplexity haben alle einen kostenlosen Plan, aber mit unterschiedlichen Funktionen und Limits. Statt für alle zu zahlen, testest du sie mit denselben Aufgaben und stellst dir einen kleinen Benchmark zusammen.

Schritt für Schritt

  1. Gleiche Aufgabe überall testen

    Öffne die Assistenten in einzelnen Browser-Tabs und füge überall denselben fiktiven Auftrag ein: „Plane ein Repair-Café im Gemeindehaus: Samstag, 14–17 Uhr, 6 Helfer, Budget 150 €. Erstelle einen Ablaufplan, eine Aufgabenliste für die Helfer und eine Einkaufsliste. Nenne ausdrücklich, welche Angaben noch fehlen.“

    Stell außerdem überall dieselbe Faktenfrage, zum Beispiel: „Wie viel darf ich 2026 im Minijob monatlich verdienen?“

  2. Antworten gegen die Quelle prüfen

    Kontrolliere Uhrzeit, Helferanzahl und Budget gegen deinen Auftrag und ob der Assistent fehlende Angaben (etwa Getränke oder Werkzeug) selbst erkennt. Die Faktenfrage prüfst du gegen die offizielle Quelle. Teste zusätzlich, ob du im kostenlosen Plan eine Datei hochladen kannst.

  3. Bewerten und Werkzeugkasten zusammenstellen

    Gib jedem Assistenten Punkte für Genauigkeit, Quellen, Umgang mit Dateien und Nützlichkeit. Daraus wählst du deinen Hauptassistenten.

Profi-Tipp: Kostenlose Pläne sind beim Chatten oft großzügig, bei Uploads, Bildern und Recherche aber knapp. Prüf das Limit genau für die Aufgabe, die du wirklich am häufigsten machst.

Eine Vielzahl von Tipps und Tricks ist auf unserer Website

Eine konkrete Aufgabe vor dir? In unseren Tipps & Tricks findest du passende Anleitungen.

KI-EVENTS

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