💰 Was hinter Claudes Milliardengeschäft steckt

PLUS: 3 weitere Stories, Tipps & Tricks sowie KI-Ranking

IN DIESER AUSGABE

  • Google stellt seine bislang stärkste KI vor

  • OpenAI bringt günstigere KI und höhere Limits

  • Googles KI-Welten lassen ihre Figuren sprechen

  • Was hinter Claudes Milliardengeschäft steckt

  • Unser wöchentliches Ranking, Tipps & Events

KI-TOOLS DER WOCHE

  1. 📝 Granola – Fasst Meetings zusammen und sammelt die Aufgaben, die du anschließend verschicken möchtest*

  2. 🎙️ Wispr Flow – Du diktierst E-Mails oder Nachrichten, Flow schreibt mit und entfernt Füllwörter*

  3. 🔊 ElevenLabs – Macht aus deinem Skript eine Sprachaufnahme, etwa für die Erklärung eines Bildschirmvideos*

  4. 📅 Reclaim.ai – Reserviert Zeit für Aufgaben im Kalender und verschiebt sie, wenn neue Termine dazukommen*

  5. 📧 beehiiv – Verbindet Newsletter und Anmeldeformulare, damit du deine eigene Leserpost aufbauen kannst*

# Bonus: 🎧 Scribe – Wandelt Interviews oder Videos in Text mit Zeitmarken um, sodass du passende Zitate wiederfindest*

01

Gemini 4 Carbon: offizielles Kristallmotiv von Google

Bildquelle: Google

Google stellt seine bislang stärkste KI vor

Google hat mit Gemini 4 Carbon ein neues KI-Modell vorgestellt. Es ist laut Unternehmen die bislang stärkste eigene KI und soll vor allem aufwendige Programmierarbeit und die Suche nach Softwarefehlern besser bewältigen.

  • In Googles internen Einsätzen arbeitete Carbon teils mehrere Tage an einem Problem. Dazu gehörten die Suche nach den Ursachen schwer auffindbarer Fehler und deren Behebung in großen Softwareprojekten.

  • Im KI Weekly Ranking liegt Carbon mit 57,2 Punkten auf Platz 2, knapp hinter Claude Opus 5.5 mit 57,3 Punkten. Der Vergleich bezieht sich auf die jeweils höchste Denkstufe.

  • Halluzinationen kamen in Googles internen Tests ungefähr halb so häufig vor wie beim Vorgänger. Bei unklaren Aufgaben soll Carbon Quellen prüfen und Widersprüche offenlegen, bevor es handelt.

  • Zunächst erhalten ausgewählte Researcher und Partner des Fairwind-Programms Zugang. Ein breiter Start für Entwickler und in Googles Apps ist angekündigt, einen Termin nennt das Unternehmen noch nicht.

Warum das wichtig ist: Google meldet sich im KI Weekly Ranking in der Spitzengruppe zurück: Carbon liegt fast gleichauf mit Claude und vor OpenAIs Spitzenmodell. Nur gut zwei Wochen nach dem breiten Start von Argon liegt der Nachfolger dort sieben Plätze weiter vorn. Die Wahl des besten KI-Anbieters wird Mal wieder zur Momentaufnahme.

02

OpenAIs Modellfamilie mit GPT-6.1 Terra in der hervorgehobenen Karte

Bildquelle: OpenAI

OpenAI bringt günstigere KI und höhere Limits

OpenAI hat ein neues Modell für Computerarbeit vorgestellt und die Nutzungslimits erhöht. GPT-6.1 Terra soll mit demselben Abokontingent mehr Aufgaben erledigen, während ChatGPT neue Alltagsverbindungen bekommt.

  • Terra startet in ChatGPT Work und Codex für Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu. Über die Entwickler-API kostet es einen Dollar je Million eingegebene und fünf Dollar je Million ausgegebene Tokens, halb so viel wie sein Vorgänger. Im KI Weekly Ranking steht Terra auf Platz 7 aller Modelle.

  • Für Pro 100 und Pro 500 verdoppelt sich das Work-/Codex-Kontingent, die Erhöhung gilt laut OpenAI auch für Business Premium. Pro-200-Nutzer mit bislang niedrigerem Kontingent bekommen ebenfalls doppelt so viel. Wer in diesem Tarif bereits das höhere Kontingent hatte, behält diesen Umfang, weil die angekündigte Kürzung entfällt.

  • iCloud-Mail und iCloud-Kalender lassen sich jetzt anbinden, um E-Mails zu finden und Termine zu ändern. Der weltweite Rollout umfasst alle ChatGPT-Pläne.

  • In einer US-Beta für Pro-Nutzer lassen sich die dauerhaften Assistenten Dots per iMessage anschreiben. Sie nehmen auch Sprachnachrichten entgegen und melden sich mit passenden Updates von selbst.

Warum das wichtig ist: Die geplante Kürzung beim 200-Dollar-Abo lieferte Claude ein einfaches Wechselargument: weniger nutzbare Arbeit zum selben Preis. OpenAI nimmt sie nach öffentlicher Kritik zurück und setzt mit Terra zusätzlich beim Verbrauch an. In OpenAIs Test für Computerarbeit benötigte Terra auf höchster Denkstufe weniger als ein Drittel der Tokens von Claude Opus 5.5. Claude führt im Gesamtranking, doch OpenAI setzt Anthropic beim Preis für erledigte Arbeit unter Druck.

03

Zwei Figuren auf einem Motorrad in Googles Genie-4-Demo, mit Steuertasten und einem sichtbaren Prompt für ihren Dialog.

Bildquelle: Google DeepMind

Googles KI-Welten lassen ihre Figuren sprechen

Google stellt mit Genie 4 eine KI vor, die virtuelle Welten erzeugt, durch die man sich per Tastatur bewegen kann. Per Prompt lässt sich außerdem das Geschehen verändern, etwa in einer Motorrad-Demo: Der Fahrer soll zurückschauen und seine Mitfahrerin soll ihn fragen, ob sie es schaffen werden.

  • Per Prompt lassen sich etwa das Wetter oder die Kameraposition ändern. Gemini-Modelle passen den Eingriff an die Umgebung an und steuern den weiteren Verlauf mit.

  • Google nennt die Filmvorbereitung als Anwendungsbeispiel. Kreativteams probieren in derselben Simulation verschiedene Einstellungen und Dialoge aus.

  • Gemini kann Aufgaben in mehrere Schritte zerlegen, die Genie anschließend als Szene erzeugt. In einer Forschungsdemo entsteht so eine simulierte Damepartie mit dem humanoiden Roboter Apollo.

  • Die Forschungsvorschau geht zunächst an ausgewählte Tester. Für Google AI Ultra in Project Genie gibt es eine Warteliste.

Warum das wichtig ist: Weltmodelle könnten zum virtuellen Testgelände für KI werden: Ein Assistent probiert darin Handlungen aus und erhält Rückmeldung aus der simulierten Umgebung. Google verbindet dafür Gemini mit Genie und erprobt den Ansatz bereits an einer Roboteraufgabe. Die neuen Dialoge erweitern solche Abläufe um Gespräche mit Figuren. So könnten KI-Systeme in erzeugten Welten Handlungsabläufe ausprobieren, bevor sie sie in der Wirklichkeit ausführen sollen.

04

Anthropics Umsatz und Rechenkosten vom ersten Quartal 2025 bis zum zweiten Quartal 2026

Bildquelle: Anthropic

Was hinter Claudes Milliardengeschäft steckt

Anthropic, das Unternehmen hinter Claude, will an die Börse. Seine Unterlagen zeigen für das zweite Quartal 2026 bereits 11,6 Milliarden Dollar Umsatz. Für die Aktie ist das Nasdaq-Kürzel ANT vorgesehen, eine Preisspanne steht noch aus.

  • Rund drei Viertel des Halbjahresumsatzes kamen von Kunden, die innerhalb von zwölf Monaten mindestens 100.000 Dollar ausgaben. Claude ist damit längst ein Großkundengeschäft.

  • Im zweiten Quartal blieben operativ 974 Millionen Dollar übrig. Über das gesamte erste Halbjahr stand dagegen noch ein operativer Verlust von 693 Millionen Dollar.

  • Der ausgewiesene Halbjahres-Nettoverlust von 80,7 Milliarden Dollar ist größtenteils ein Buchungseffekt: 72,4 Milliarden entfallen auf die Neubewertung früherer Finanzierungen. Das entspricht keinem ebenso hohen Geldabfluss.

  • Ende Juni hatte die Firma 265,6 Milliarden Dollar an späteren festen oder garantierten Mindestzahlungen zugesagt, vor allem für Cloud- und Infrastrukturdienste. Die Verträge laufen zwischen einem und 20 Jahren.

Warum das wichtig ist: Der geplante Börsengang soll frisches Geld für den Ausbau bringen und würde bisherigen Anteilseignern einen öffentlichen Markt eröffnen. Anthropic bindet sich langfristig an Rechenkapazität, während viele Kunden nur ihre jeweilige Nutzung bezahlen. Wenn diese Nachfrage nicht mitwächst, bleiben die Rechnungen trotzdem. Neue Aktionäre würden also auch die langfristige Ausbauwette mitfinanzieren, zu einem Aktienpreis, der noch gar nicht feststeht.

RANKING

IN ALLER KÜRZE

  • 🇫🇷 Mistral gibt sein Billionen-Modell frei

    Der französische KI-Anbieter hat die Gewichte von Mistral Large 4 („Le Chonk“) mit rund einer Billion Parametern auf Hugging Face veröffentlicht. Das Modell ist auf Cybersicherheit und KI-Agenten fürs Programmieren ausgelegt und lässt sich komplett auf eigenen Servern betreiben.

  • 🇨🇳 Chinesisches Open-Source-Modell wollte Daten nach Peking senden

    Bei einem Sicherheitstest von Cohere versuchte Alibabas Qwen3.8-Flash-Next, eine Datei auf einen Cloud-Speicher in Peking hochzuladen, statt die gestellte Aufgabe zu lösen. Die abgeschottete Testumgebung blockierte den Versuch.

  • 🇺🇸 Elvis-Erben verklagen Anthropic auf 41 Mio. $

    Die Rechteinhaber von Elvis Presley werfen Anthropic vor, Claude mit 274 seiner Songs trainiert zu haben. In Deutschland hat die GEMA einen ähnlichen Streit um Liedtexte gegen OpenAI bereits vor dem Landgericht München gewonnen.

  • 🇨🇦 Cohere will bis zu 5 Mrd. $ einsammeln

    Der kanadische KI-Anbieter meldet 165 % Umsatzwachstum und 20-mal so viele Kunden wie vor einem Jahr.

  • 🇺🇸 Googles KI-Chips kommen in die Oracle-Cloud

    Ab 2027 bietet Oracle als erster großer Cloud-Konkurrent Googles hauseigene TPU-Chips an. Damit bekommen Unternehmen eine weitere Alternative zu den knappen Nvidia-Grafikkarten.

TIPPS & TRICKS

Bildquelle: Claude Opus 5.5 Motion Design

Mach aus einem Prompt ein Plakat mit Canva Craft

Mit Craft, Canvas erstem eigenen Bildmodell, erzeugst du Plakate, Flyer und Social-Media-Grafiken direkt in Canva. Das Modell plant das Layout, bevor es zeichnet, und schreibt Überschriften deutlich zuverlässiger als frühere Bild-KIs.

Schritt für Schritt

  1. Craft öffnen und Plakat erzeugen

    Öffne auf der Canva-Startseite „Dream Lab“, wähle das Modell Craft und zum Beispiel Hochformat. Beschreibe dein Plakat und lass Platz für die Details.

  2. Details als Textfelder ergänzen

    Öffne das Bild in Canva und füge Elemente nach belieben hinzu. Willst du Wörter oder Objekte im generierten Bild ändern, hilft „Magic Layers“: Es zerlegt das Bild in bearbeitbare Ebenen (verbraucht aber ebenfalls KI-Kontingent).

  3. Quadratische Version erstellen

    Erstell über „Größe ändern“ eine quadratische Version für Instagram.

Profi-Tipp: Alles, was sich noch ändern kann – Datum, Preis, Ort usw. – gehört in normale Textfelder.

Eine Vielzahl von Tipps und Tricks ist auf unserer Website

Eine konkrete Aufgabe vor dir? In unseren Tipps & Tricks findest du passende Anleitungen.

KI-EVENTS

Nur bei mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Dies hat keinen Einfluss darauf, wie wir ein Tool oder einen Anbieter bewerten.