💬 Metas KI soll Reisen per WhatsApp buchen

PLUS: 3 weitere Stories, Tipps & Tricks sowie KI-Ranking

Eine Woche ist vergangen und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.

IN DIESER AUSGABE

  • ChatGPT verbessert seine Bildbearbeitung

  • Meta bringt einen KI-Assistenten für WhatsApp

  • Neue Siri: iPhones in der EU müssen warten

  • Wie Claude für gefälschte Datingprofile eingesetzt wurde

  • Unser wöchentliches Ranking, Tipps & Events

KI-TOOLS DER WOCHE

  1. 🎨 Krea Agents — Kreativagentur mit Gedächtnis, Stilgefühl und Anbindung an Slack/Figma

  2. 🤖 Muse — Metas neuer, stets verfügbarer persönlicher KI-Assistent

  3. ✍️ Schreibstil — Einen Schreibstil aus Gmail, Slack und Drive in ChatGPT nachbilden

  4. 🏪 Grok Bot Marketplace — Öffentlich zugängliche Grok-Bot-Builds für Agententeams

  5. 🎶 Lyria 3.5 — Googles KI-Musikmodell mit verbesserten Gesang, jetzt in Gemini

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ChatGPT verbessert seine Bildbearbeitung

Bildquelle: OpenAI

OpenAI hat seine Bilder-KI in ChatGPT mit Images 2.5 aktualisiert. Die neue Version soll Bilder schneller erzeugen und gezielte Korrekturen besser umsetzen. Hinzu kommen neue Werkzeuge, um Bildideen und Änderungswünsche vorzugeben.

  • Im geöffneten Bild lassen sich Kommentare an der gewünschten Stelle platzieren. Dort kann etwa stehen, dass ein Gegenstand entfernt oder eine Farbe geändert werden soll. ChatGPT nutzt die Anmerkung für eine gezielte Bearbeitung.

  • Mit Sketch entsteht direkt in ChatGPT eine Zeichnung als Vorlage für ein neues Bild. Eine grobe Raumaufteilung oder der Umriss eines Kleidungsstücks kann zusammen mit einer Stilbeschreibung vorgeben, wie das fertige Motiv aussehen soll.

  • Laut OpenAI bleiben nicht betroffene Bildbereiche bei Änderungen verlässlicher erhalten. Die Generierung soll gegenüber dem vorherigen Modell Images 2.0 bis zu 50 Prozent weniger Zeit benötigen.

  • OpenAI führt die Neuerungen in allen ChatGPT-Tarifen und auch in der EU ein. Der Rollout umfasst auch den Programmierassistenten Codex.

Warum das wichtig ist: Bei KI-Bildern entscheidet oftmals die Nacharbeit, ob aus einem guten Entwurf etwas Brauchbares wird. Wenn eine kleine Korrektur gleich das halbe Motiv verändert, hilft auch die schönste erste Version wenig. Der Kreativdienst Higgsfield lobt in OpenAIs Veröffentlichung an OpenAIs neuem Bildmodell genau das: Details ändern zu können, ohne die Bildkomposition zu verlieren.

Meta bringt einen KI-Assistenten für WhatsApp

Bildquelle: Meta

Meta hat Muse vorgestellt, einen persönlichen KI-Assistenten, der Aufträge über WhatsApp oder eine eigene App annimmt. Muse soll beispielsweise Reisen buchen und längere Aufgaben selbstständig weiterverfolgen, auch wenn die App geschlossen ist.

  • Muse soll sich persönliche Vorlieben merken und auch unaufgefordert Vorschläge machen. Meta nennt als Beispiel ein gespeichertes Rezeptvideo auf Instagram, aus dem eine Einkaufsliste entsteht.

  • Muse arbeitet auf einem eigenen Rechner in der Cloud mit Browser und Zugang zu verbundenen Apps.

  • Meta verspricht, die Gespräche und Daten dieses Arbeitsbereichs nicht mit seinen Werbesystemen zu teilen. Die Verwendung eigener Interaktionen zum Modelltraining lässt sich laut Meta abwählen.

  • Welche Dienste Muse nutzen darf, bestimmen die Nutzer. Vor E-Mails oder Käufen soll der Assistent nachfragen.

  • Der Dienst erscheint als Smartphone-App und im Browser. Der Rollout beginnt in den USA. Deutschland und die übrige EU sind beim Start nicht dabei. Einen EU-Starttermin nennt Meta nicht. Der neue Muse-Agent ist ein eigenes Produkt: Die normale Meta-AI-Chatfunktion wurde bereits 2025 in Europa eingeführt, auch in WhatsApp.

Warum das wichtig ist: Muse setzt auf eine Gewohnheit, die längst da ist: Aufträge per WhatsApp-Nachricht zu schicken. Damit könnte Meta künftig schon bei der Auswahl einer Reise mitreden, bevor überhaupt ein Buchungsportal geöffnet wird. Wer solche Aufträge entgegennimmt, gewinnt Einfluss darauf, welche Angebote überhaupt in Betracht kommen. Die Bequemlichkeit hätte damit einen Preis: Ein weiterer Teil unserer Entscheidungen würde durch Metas Produkte vermittelt.

Neue Siri: iPhones in der EU müssen warten

Bildquelle: Apple

Apple hat den Start seiner neuen Siri angekündigt. Die KI-Assistentin soll ab dem 14. September mit iOS 27 als Beta verfügbar sein, zunächst auf Englisch. Voraussetzung ist ein Gerät, das Apple Intelligence unterstützt. Für iPhones in Deutschland und der übrigen EU gilt der Termin allerdings nicht.

  • Siri soll Informationen aus persönlichen Nachrichten oder Fotos finden und Inhalte auf dem Bildschirm für Aktionen nutzen. Apple zeigt etwa das Anlegen eines Kalendertermins für ein Tennisspiel.

  • Eine eigene Siri-App soll Unterhaltungen bündeln und ihren Verlauf über iCloud zwischen Apple-Geräten synchronisieren. So lassen sich frühere Gespräche wieder aufrufen, statt bei jedem Anliegen von vorn zu beginnen.

  • Der EU-Ausschluss gilt auch auf iPad und Apple Watch sowie für Funktionen, die von Siri AI abhängen. Weitere Sprachen wie Französisch sollen im Oktober folgen; Deutsch steht nicht auf der Liste. Einen EU-Starttermin nennt Apple nicht. Andere Apple-Intelligence-Funktionen sind in der EU bereits nutzbar.

  • Für Siri AI sind tägliche Nutzungslimits vorgesehen. Die Grenzen hängen laut Apple unter anderem von der Aufgabe und der Auslastung ab. Für später stellt das Unternehmen kostenpflichtige Erweiterungen in Aussicht.

Warum das wichtig ist: Mit der neuen Siri konkurriert Apple um den Platz, den ChatGPT und Claude im Alltag ihrer Nutzer besetzen. Apples stärkstes Argument ist der direkte Zugang zu den eigenen Apps: Ein Assistent, dem persönliche Zusammenhänge nicht jedes Mal neu erklärt werden müssen, wäre ein guter Grund zum Wechseln.

Wie Claude für gefälschte Datingprofile eingesetzt wurde

Bildquelle: Anthropic

Anthropic beschreibt in seinem neuen Missbrauchsbericht Dating-Apps, die menschliche Kontakte versprachen und heimlich Claude einsetzten. Mehr als 4.700 KI-Profile unterhielten sich innerhalb von zwei Wochen mit mindestens 25.000 Menschen. Der Fall ist Teil eines größeren Befunds: KI übernimmt inzwischen ganze Arbeitsabläufe für kriminelle und politische Akteure.

  • Im Dating-Netzwerk übernahmen bezahlte Menschen Videoanrufe, um Zweifel an den KI-Profilen auszuräumen.

  • Der chinesische KI-Anbieter Kimi gab teilweise Claude-Antworten als eigene aus: Moonshot, das Unternehmen hinter Kimi, soll fast 300.000 Nutzeranfragen innerhalb von zehn Tagen heimlich an Claude weitergeleitet haben. Die Nutzer glaubten, Kimis Leistung zu sehen, tatsächlich antwortete die Konkurrenz.

  • Bei einem Datendiebstahl gelangten Angreifer über einen Softwareanbieter an Informationen von rund 200 Kundenunternehmen. Claude half dabei, solche Angriffe auszuweiten.

  • Politische Akteure bauten gefälschte Nachrichtenseiten und Profile auf. Inhalte sollten wie unabhängige Stimmen wirken, obwohl dahinter koordinierte Kampagnen standen.

  • In einer chinesischen Überwachungsoperation half Claude, Informationen über Regierungskritiker zusammenzutragen und Berichte für Behörden zu erstellen. Dazu gehörten auch Menschen im Ausland.

Warum das wichtig ist: KI senkt hier vor allem den Aufwand, mit dem sich Menschen gezielt schaden lässt. Persönliche Täuschung und systematische Überwachung werden leichter skalierbar, weil Software einen großen Teil der laufenden Arbeit übernimmt. Das verändert auch, wer überhaupt zum Ziel wird: Ein Angriff muss keinen großen Gewinn versprechen, wenn er kaum noch Arbeit kostet.

RANKING

Hier geht es zum KI Weekly Ranking — entdecke, welches KI-Modell das Beste ist.

IN ALLER KÜRZE

  • Mistral AI sammelt 3 Milliarden Euro ein, angeführt von Samsung Electronics, mit dem EU-gestützten Scaleup Europe Fund und PSG Equity als Co-Leads und kommt damit auf eine Bewertung von über 21 Milliarden Euro.

  • Amazon Prime Video setzt erstmals KI-Lippensynchronisation ein und zwar ausgerechnet in der deutschen Serie „Maxton Hall": Für die englische Fassung werden die Mundbewegungen der Schauspieler digital an die Synchronfassung angepasst.

  • Anthropic veröffentlicht den ersten vollständig computergeprüften Beweis des Großen Fermatschen Satzes: Dutzende Claude-Agenten schrieben in elf Tagen 13 Millionen Zeilen Code und bewiesen dabei 29.500 Zwischensätze.

  • Apple führt mit dem iPhone 18 Pro die Funktion „Apple Reference Image" ein: Ein neuer Sensor signiert die Bilddaten pixelgenau im Moment der Aufnahme und erzeugt daraus ein unveränderliches Referenzbild, mit dem sich nachträgliche Bearbeitungen nachweisen lassen.

  • Universal Music schließt einen mehrjährigen Lizenzvertrag mit ElevenLabs und baut mit dem KI-Audio-Anbieter eine Plattform, auf der Fans Songs remixen und neu interpretieren können.

TIPPS & TRICKS

Taucht deine Website in KI-Antworten auf? So findest du es heraus

Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Gemini oder Perplexity statt Google und bekommen eine fertige Antwort mit ein paar genannten Quellen. Wenn dein Unternehmen dort nicht vorkommt, existierst du für diese Nutzer schlicht nicht. Die gute Nachricht: Du kannst in einer knappen Stunde herausfinden, wo du stehst.

Schritt für Schritt

  1. Den Selbsttest machen

    Such deine Marke und deine wichtigsten Leistungen in Google und in ChatGPT. Entscheidend ist nicht nur, ob du auftauchst, sondern welche Quellen zitiert werden: Sind es deine eigenen Seiten, Branchenverzeichnisse oder Wettbewerber?

  2. Sichtbarkeit in Googles KI-Antworten messen

    Geh in die Google Search Console und öffne unter „Leistung" den Bericht „Generative KI". Er zeigt, wie oft deine Seiten in AI Overviews und im AI Mode eingeblendet wurden, seit Ende August für alle Websites weltweit verfügbar. Wichtig zu wissen: Der Bericht zeigt nur Impressionen, keine Klicks, keine Suchanfragen und keine Positionen. Er beantwortet also „Werde ich gezeigt?", nicht „Bringt es etwas?". Nutze ihn deshalb zum Vergleich deiner eigenen Seiten untereinander, nicht als Traffic-Zahl.

  3. Prüfen, ob deine Inhalte überhaupt maschinenlesbar sind

    KI-Systeme zitieren, was sie sauber verarbeiten können. Zieh dir deine wichtigsten Seiten mit Firecrawl als Markdown, so siehst du exakt, was ein Sprachmodell von deiner Seite tatsächlich zu sehen bekommt.

  4. Die Fragen deiner Kunden formulieren und auswerten

    Überleg, mit welchen Fragen potenzielle Kunden zu dir finden sollen, nicht dein Produktnamen, sondern echte Formulierungen wie „Wer liefert Arbeitsschutzkleidung an Handwerksbetriebe in Berlin?".

🚀 Profi-Tipp: Leg die Maßnahmenliste in einer Tabelle ab, trag Zuständigkeiten und Termine ein und wiederhol die Messung alle drei Monate. Weil der Search-Console-Bericht keine Klicks ausweist, ist der Vorher-Nachher-Vergleich deiner eigenen Seiten die einzig belastbare Erfolgskontrolle, die du hast.

Eine Vielzahl von Tipps und Tricks ist auf unserer Website

Entdecke über 250+ Tipps & Tricks auf unserer Website.

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