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Angreifer nutzen fremde Zugänge zu Sprachmodellen und verkaufen sie teils im kriminellen Untergrund weiter.
Google hat am 2. November 2026 einen Bericht über LLMJacking veröffentlicht, den Missbrauch gestohlener Zugänge zu KI-Modellen. Dabei entstanden einzelnen Unternehmen laut Googles Sicherheitsteam Mandiant nicht autorisierte Kosten von bis zu einer Million US-Dollar. Die Angriffe betrafen mehrere Cloud- und Modellanbieter, nicht nur Google-Dienste. Für den Zugang nutzten die Angreifer unter anderem offengelegte oder gestohlene Zugangsdaten.
Beim LLMJacking verschaffen sich Angreifer Zugang zu großen Sprachmodellen und nutzen deren Rechenleistung auf fremde Rechnung. In einem untersuchten Fall griffen sie laut Google KI-Schnittstellenschlüssel aus öffentlichen GitHub-Repositories ab und prüften sie mit sehr kleinen Anfragen auf ihre Gültigkeit.
Erbeutete Zugänge können laut Google gebündelt und über sogenannte LLM Mixers an Kunden im kriminellen Untergrund weiterverkauft werden. In einer Untersuchung beobachtete das Unternehmen zwei getrennte Gruppen, die beim Eindringen und bei der Vermarktung zusammenarbeiteten. Bei mehreren Vorfällen schalteten die Angreifer KI-Dienste nach dem Einbruch selbst frei, weil diese zuvor nicht aktiviert waren.
Das Sicherheitsunternehmen Wiz berichtete bereits über andere Angriffe auf Cloud-Abrechnungskonten. Dabei entstanden laut Wiz innerhalb von 24 bis 48 Stunden unautorisierte Kosten in Höhe von Zehntausenden bis Hunderttausenden US-Dollar. Google erwartet, dass Angreifer ihre automatisierte Suche nach offengelegten Zugangsdaten und Schwachstellen in KI-Vermittlungssoftware ausbauen.
Der Bericht beschreibt ein weltweites Unternehmensrisiko: Gestohlene Zugänge können bei verschiedenen Anbietern innerhalb kurzer Zeit hohe Kosten verursachen. Google empfiehlt neben Ausgabenlimits auch begrenzte Zugriffsrechte und die Überwachung von Schlüsseln. Konkrete Fälle in Deutschland, Österreich, der Schweiz oder der EU nennt der Bericht nicht.

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