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Google hat am 12. Juni 2026 die gerichtliche Zerschlagung einer China-basierten Phishing-als-Service-Plattform beantragt. Dem Konzern zufolge nutzte die Infrastruktur unter anderem das Modell Gemini, um Tausende Fake-Webseiten und Millionen betrügerischer SMS-Links zu erzeugen.
Google reichte am 12. Juni 2026 eine Zivilklage im Southern District of New York ein. Die Klage richtet sich gegen eine Gruppe, die Google 'Outsider Enterprise' nennt, und verlangt die Auflösung der Plattform. Kunden sollen für 88 US-Dollar pro Woche vollständige Phishing-Kits, Templates und Anleitungen erhalten haben, inklusive Tutorials zur Nutzung von Gemini für Seiten-Code.
Google und Ermittler führen mindestens 9.000 gefälschte Websites und mehr als eine Million betrügerische URLs auf die Plattform zurück. In einem zweiwöchigen Zeitraum im Mai wurden den Angaben zufolge 2,5 Millionen Betrugs-SMS an Android-Nutzer gesendet; Nutzer meldeten 55.000 Spam-Fälle in denselben zwei Wochen. Das FBI und Partner verknüpfen die Infrastruktur mit Millionen gestohlener Kreditkartendaten und Schäden im dreistelligen Millionen- bis Milliardenbereich.
Nach Angaben von Google zeigt der Fall, wie generative KI in kriminelle Produktionsketten eingebunden werden kann. Die Klage macht zugleich deutlich, dass private Plattformbetreiber, Telekom-Provider und Strafverfolgung vermehrt rechtliche und technische Mittel einsetzen, um KI-gestützte Cyberkriminalität zu bekämpfen.
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