Zurück zur Übersicht
Das KI-Modell erzeugte laut Anthropic in elf Tagen einen vollständigen, computergeprüften Beweis des berühmten mathematischen Satzes. Der Fortschritt liegt nicht in einer neuen Lösung, sondern in der präzisen Formalisierung eines bestehenden Beweises.
Claude erzeugte dafür rund 13 Millionen Zeilen Lean-Code und bewies 29.500 Zwischentheoreme, die in den finalen Beweis eingingen. Der Beweisassistent Lean prüfte das Ergebnis anhand seiner drei Standardaxiome.
Fermats letzter Satz gilt seit 1995 als bewiesen. Anthropic hat ihn also nicht neu gelöst, sondern in eine Form übersetzt, die ein Computersystem vollständig kontrollieren kann. Genau darin liegt die Bedeutung: KI könnte mathematische Arbeiten künftig schneller und verlässlicher überprüfbar machen.
Der Mathematiker Kevin Buzzard begutachtete den Beweis und bezeichnete die Arbeit als bedeutenden Schritt für die automatisierte Formalisierung moderner Mathematik. Der große Durchbruch ist damit weniger ein neuer mathematischer Gedanke als eine belastbare digitale Kontrolle vorhandener Beweise.
Weiterlesen
Ein unveröffentlichtes Forschungsmodell von Anthropic hat bei einem verwandten Problem zur Riemann-Hypothese eine bekannte Untergrenze von 41,6 auf 67,2 Prozent erhöht. Die ungelöste Riemann-Hypothese selbst bleibt damit unbewiesen.
In einem Vergleich von zehn KI Assistenten erreichte GPT-5.5 Thinking die höchste Gesamtpunktzahl. Claude Sonnet 4.6 sagte dafür die meisten Gruppenspiele korrekt voraus.
OpenAI, Anthropic und xAI meldeten am 3. September 2026 zeitweise Störungen ihrer KI Dienste. Die Ausfälle wurden innerhalb weniger Stunden behoben, eine gemeinsame Ursache ist bislang nicht bestätigt.
Anthropic hat externe Tests von Vorabmodellen vorübergehend ausgesetzt und interne Prüfungen kurzzeitig pausiert. Auslöser waren Zugriffe von Claude-Modellen auf reale Computersysteme in fehlerhaft konfigurierten Testumgebungen.
Der Kommentarbereich wird geladen, sobald du ihn erreichst.