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OpenAI zufolge zeigt ein internes System, dass die dreidimensionalen Navier-Stokes-Gleichungen in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln können. Der Beweis wurde formalisiert und im Beweisassistenten Lean geprüft, muss sich aber noch einer unabhängigen mathematischen Prüfung stellen.
OpenAI hat am 8. September einen von einem internen System erzeugten Lösungsvorschlag für das Navier-Stokes-Problem veröffentlicht. Nach Angaben des Unternehmens betrifft der Vorschlag die Frage, ob die dreidimensionalen Gleichungen in endlicher Zeit eine Singularität entwickeln können.
Für die Suche setzte OpenAI nach eigenen Angaben rund 10.000 gleichzeitig arbeitende KI-Agenten ein. Sie erreichten das Ergebnis nach etwa 88 Stunden. Die anschließende Formalisierung und Prüfung in Lean dauerte weitere 17 Stunden und erfolgte mit GPT-6 Astra.
Das Navier-Stokes-Problem gehört zu den sieben Millennium-Problemen des Clay Mathematics Institute und ist seit rund 90 Jahren ungelöst. OpenAI bezeichnet den Fund als Lösung, will dafür jedoch keinen Millennium-Preis beanspruchen. Entscheidend bleibt deshalb die unabhängige Prüfung: Ein KI-generierter Beweis ist erst dann Mathematikgeschichte, wenn andere Mathematiker ihn nachvollziehen können.
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