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Eine Analyse von mehr als 800.000 arbeitsbezogenen Nachrichten zeigt, dass Beschäftigte ChatGPT häufig für Aufgaben außerhalb ihres eigenen Berufsbilds nutzen. Die Untersuchung deutet auf eine Verschiebung zwischen spezialisierten und generalistischen Rollen hin, misst jedoch weder Produktivitäts- noch Beschäftigungseffekte.
OpenAI hat mehr als 800.000 arbeitsbezogene Nachrichten von Nutzern in den USA ausgewertet. Bei 43,5 Prozent der berufsspezifischen Nachrichten ging es demnach um Aufgaben, die traditionell einer anderen Berufsgruppe zugeordnet werden. Über alle arbeitsbezogenen Nachrichten hinweg lag der Anteil bei 16,8 Prozent.
Besonders häufig überschritten Beschäftigte aus Customer Experience, Design, Personal, Recht und Marketing die Grenzen ihres eigenen Berufsbilds. In Arbeitsbereichen mit zwei bis fünf Sitzen lag der Anteil berufsübergreifender Aufgaben bei 18,9 Prozent. In Bereichen mit mindestens 101 Sitzen waren es 16,3 Prozent.
Die Analyse ist nicht repräsentativ für die gesamte US-Arbeitswelt. Sie zeigt daher keinen Beleg dafür, dass KI Beschäftigung abbaut oder Produktivität steigert. Sie liefert aber einen deutlichen Hinweis: ChatGPT wird nicht nur als Werkzeug für bestehende Aufgaben eingesetzt. Es verschiebt auch, wer welche Arbeit übernimmt.
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