🚀 OpenAI veröffentlicht neues KI Modell

PLUS: 4 weitere Stories, wöchentliche Shorts & Tipps sowie KI-Ranking

Guten Morgen 🌞

Eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.

KI-Tools der Woche

  1. 🤖 Gemini 3.5 Flash — Googles schnelles Modell, jetzt auch für den Einsatz auf Computern

  2. 💬 Claude Tag — Markiere @Claude als gemeinsamen Slack-Teamkollegen, um Aufgaben zu delegieren

  3. 📹️ Flow — Googles Studio erstellt jetzt Videos mit echten Drehorten

  4. 🗣️ MAI-Voice-2 — Microsofts KI zur Sprachgenerierung in 15 Sprachen

  5. 🐴 HappyHorse 1.1 — Alibabas neu aktualisiertes KI-Videomodell

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01

OpenAI Modell hilft bei seltenen Kinderkrankheiten

Bildquelle: OpenAI

Forschende des Boston Children’s Hospital und der Harvard University haben mithilfe von o3 Deep Research 376 ungelöste Fälle der pädiatrischen Genetik analysiert. Alle Fälle galten nach fachärztlicher Prüfung als Sackgassen. Am Ende konnten 18 neue Diagnosen gestellt werden, nachdem das Modell konkrete Hinweise geliefert hatte.

Die Details:

  • Das Team gab o3 die anonymisierten Symptome jedes Falls sowie eine Vorauswahl verdächtiger Gene und ließ das Modell Vererbungsmuster, öffentliche Datenbanken und aktuelle Forschungsergebnisse abgleichen.

  • Dieser Prozess führte zu 18 bestätigten Diagnosen und half damit bei 4,8 Prozent der zuvor ungelösten Fälle weiter.

  • In sieben Fällen lag die Diagnose bereits in einer anderen Klinik oder einer öffentlichen Datenbank vor, war aber nie in den Patientenakten angekommen.

  • Auch nach vollständiger Sequenzierung bleibt etwa die Hälfte seltener Krankheitsfälle ungelöst. Die Akten wachsen schneller, als Ärztinnen und Ärzte sie mit neuer Forschung erneut prüfen können.

Warum das wichtig ist: Seltene Erkrankungen haben nicht nur ein Erkenntnis-, sondern auch ein Rückstauproblem. Ärtze haben oft weder Zeit noch Systeme, um alte Fälle regelmäßig neu zu bewerten und über Datenbanken hinweg nach neuen Spuren zu suchen. Dass ein ein Jahr altes allgemeines Deep-Research-Modell hier messbar helfen kann, ist deshalb bemerkenswert und erfreulich. Es gibt Fällen, die eigentlich als abgeschlossen galten, eine zweite Chance auf eine Antwort.

02

Meta bringt günstigere KI-Brille auf den Markt

Bildquelle: Meta

Meta baut sein Geschäft mit KI-Brillen weiter aus und hat die neue Produktreihe "Meta Glasses" vorgestellt. Die Brillen starten ab 247 EUR und sind standardmäßig mit Metas KI-Modell Muse Spark ausgestattet.

Die Details:

  • Die Meta Glasses erscheinen in drei Produktlinien namens Meta Adventurer, Meta Fury und Meta Glasses by Kylie. Insgesamt stehen 26 Varianten mit unterschiedlichen Farben, Gläsern und Fassungen zur Auswahl.

  • Die Kylie-Edition kostet 419 EUR und bietet unter anderem einen eigenen Startsound sowie die Möglichkeit, Metas KI mit der Stimme von Kylie Jenner zu nutzen…

  • Die Brillen verfügen über Muse Spark AI und bieten unter anderem eine verbesserte Bilderkennung, Navigation in Echtzeit sowie Live-Übersetzungen.

  • An der Hardware selbst hat Meta im Vergleich zu den bisherigen Modellen kaum etwas verändert. Neu ist vor allem die günstigere Positionierung, da die Brillen erstmals ohne die Marken Ray-Ban oder Oakley angeboten werden.

Warum das wichtig ist: Meta verfolgt damit eine klare Doppelstrategie. Ray-Ban bleibt das Premiumprodukt mit starkem Markenimage, während die neuen Meta Glasses vor allem preisbewusste Käufer ansprechen sollen. Mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent bei KI-Brillen baut Meta seine Führungsposition weiter aus und erhöht den Druck auf Wettbewerber wie Google, die in diesem Markt noch deutlich aufholen müssen.

03

OpenAI entwickelt den ersten eigenen KI-Chip

Bildquelle: OpenAI

OpenAI hat neue Details zu Jalapeño veröffentlicht. Der erste selbst entwickelte KI-Chip entstand gemeinsam mit Broadcom in nur neun Monaten und soll künftig ChatGPT, Codex und zukünftige KI-Agenten effizienter betreiben. Gleichzeitig will OpenAI seine Abhängigkeit von Nvidia verringern.

Die Details:

  • OpenAI zufolge vergingen von der Entwicklung bis zur Produktionsreife nur neun Monate. Dabei halfen die eigenen KI-Modelle bereits bei Design und Optimierung des Chips.

  • Jalapeño ist ein sogenannter ASIC, also ein speziell entwickelter Chip für einen bestimmten Einsatzzweck. Er ist für die Ausführung fertiger KI-Modelle zuständig und nicht für deren Training.

  • In internen Tests erreichte Jalapeño laut OpenAI eine deutlich bessere Leistung pro Watt als aktuelle Spitzenlösungen.

  • Bis 2029 will OpenAI Rechenkapazitäten von insgesamt 10 Gigawatt mit eigenen Chips betreiben. Für das Training der Modelle bleibt Nvidia jedoch vorerst der wichtigste Hardwarepartner.

Warum das wichtig ist: Wer die Chips, die Modelle und die Produkte selbst kontrolliert, kann alle Ebenen gezielt aufeinander abstimmen. Das senkt langfristig Kosten, steigert die Effizienz und macht OpenAI unabhängiger von externen Zulieferern. Dass der erste Chip laut OpenAI in nur neun Monaten entwickelt wurde, zeigt, wie stark KI inzwischen auch die Entwicklung der nächsten KI-Generation beschleunigt.

04

OpenAI zeigt erstmals GPT-5.6

Bildquelle: OpenAI

OpenAI veröffentlicht eine Vorschauversion von GPT-5.6. Die neue Modellfamilie besteht aus Sol als leistungsstärkstem Modell, Terra als ausgewogener Variante für den Arbeitsalltag und Luna als schnellerem, günstigeren Modell. Der breite Rollout soll in den kommenden Wochen folgen, zunächst erhalten aber nur ausgewählte Partner Zugriff.

Die Details:

  • GPT-5.6 Sol ist laut OpenAI das bisher stärkste Modell des Unternehmens und soll vor allem bei komplexen Aufgaben in Programmierung, Biologie und Cyber-Sicherheit deutlich besser abschneiden.

  • Mit GPT-5.6 führt OpenAI einen neuen "max"-Reasoning-Modus ein, bei dem Sol mehr Zeit für tiefes Nachdenken erhält. Zusätzlich kommt ein "ultra"-Modus, der mehrere Subagenten nutzt, um komplexe Aufgaben parallel zu bearbeiten.

  • Der Start erfolgt gestaffelt. OpenAI hat die Fähigkeiten der Modelle vorab mit der US-Regierung geteilt und beginnt auf deren Anweisung mit einer begrenzten Vorschau für eine kleine Gruppe von der Regierung ausgewählten Partnern.

  • CEO Sam Altman bezeichnete den gestaffelten Start als einen vernünftigen Ansatz für immer leistungsfähigere KI-Modelle. Gleichzeitig machte er deutlich, dass OpenAI dieses Verfahren nicht als ideale Dauerlösung ansieht und gemeinsam mit der US-Regierung einen transparenten und verlässlichen Prozess schaffen will, damit neue Modelle bei funktionierenden Sicherheitsmechanismen künftig wieder schneller allgemein verfügbar werden.

Warum das wichtig ist: Wer Spitzen-KI baut, muss künftig nicht nur Benchmarks gewinnen, sondern auch Behörden, Partner und Sicherheitsgremien überzeugen. Für OpenAI ist Sol damit ein Testlauf dafür, wie leistungsfähige KI überhaupt noch öffentlich ausgerollt werden kann.

05

Claude wird zum KI-Kollegen

Bildquelle: Anthropic

Anthropic hat Claude Tag vorgestellt. Damit lässt sich der KI-Assistent direkt in Slack nutzen, einem der weltweit meistgenutzten Tools für Teamkommunikation. Mitarbeitende können Claude wie einen Kollegen markieren, damit Aufgaben selbstständig bearbeitet werden und über verschiedene Chats hinweg Kontext aufgebaut wird.

Die Details:

  • Mit Claude Code standen agentische Funktionen bislang einzelnen Personen zur Verfügung. Claude Tag bringt dieses Konzept nun in die Teamarbeit, indem die KI Aufgaben direkt aus einem gemeinsamen Chat übernimmt.

  • Dafür genügt ein @Claude mit einer Aufgabe. Die KI zerlegt sie in einzelne Schritte, nutzt freigegebene Tools und Datenquellen und meldet sich zurück, sobald das Ergebnis fertig ist.

  • Claude baut mit der Zeit Verständnis für die Arbeitsabläufe auf und kann, sofern berechtigt, Informationen und Aufgaben kanalübergreifend verarbeiten.

  • Zusätzlich gibt es einen Hintergrundmodus. Dabei sammelt Claude selbstständig relevante Informationen aus verbundenen Kanälen und erinnert an Aufgaben, die ins Stocken geraten sind.

Warum das wichtig ist: KI wandert dorthin, wo viele Unternehmen ohnehin bereits täglich arbeiten. Anstatt für jede Aufgabe ein neues Gespräch zu starten, wird die KI Teil bestehender Arbeitsabläufe. Claude wird deshalb von vielen als der dritte große Wandel der Benutzeroberfläche von Sprachmodellen nach dem Web-Chat und der Desktop-App bezeichnet. Für Start-ups, die solche KI-Kollegen entwickeln, dürfte das den Wettbewerbsdruck deutlich erhöhen.

KI-Ranking

In aller Kürze

1️⃣ Die US-Regierung hat den niederländischen Chipausrüster ASML gewarnt, dass nach ihrer Einschätzung eine seiner modernsten Maschinen trotz Exportkontrollen nach China gelangt ist.

2️⃣ Apple hebt die Preise mehrerer Produkte deutlich an, am stärksten bei Macs und iPads, weil die Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherchips im KI-Boom weiter klettern.

3️⃣ Google DeepMind integriert eine Computer-Use-Funktion direkt in Gemini 3.5 Flash, mit der das Modell Agenten steuern kann, die selbstständig Browser, Apps und Desktops bedienen.

4️⃣ Microsoft bringt KI-Skills für Copilot in Excel, mit denen sich wiederverwendbare Workflows anlegen lassen, inklusive fertiger Skills für Finanzmodellierung, Prognosen und Abweichungsanalysen.

5️⃣ Viele Cyberbehörden warnen, dass KI das Cyberrisiko „in Monaten, nicht Jahren" verändert, und drängen Führungskräfte, ihre Abwehr jetzt zu stärken.

Tipps & Tricks

⚽️ Mit KI günstig an WM-Tickets kommen

Die WM 2026 läuft bereits und für die K.-o.-Runden tauchen laufend Resale-Tickets auf, mal überteuert, mal kurz vor Anpfiff überraschend günstig, weil FIFA dynamische Preise nutzt. Statt selbst jeden Morgen mehrere Plattformen abzuklappern, kannst du den Agent-Modus von ChatGPT als täglichen Ticket-Scout einrichten.

Schritt für Schritt

  1. Öffne einen neuen Chat und tippe /agent ein (alternativ über das Werkzeug-Menü → „Agent"). Erscheint die Option nicht, ist der Modus für dich noch nicht freigeschaltet. Beschreibe dann kurz, worum es geht: Anzahl der Tickets, Wunschspiel oder -mannschaft und dein Budget.

  2. Gib dem Agenten diesen Prompt: „Baue mir einen WM-2026-Ticket-Scout für [ANZAHL] Personen. Ich möchte zu Spielen von [MANNSCHAFT ODER STADT/DATUM], Budget pro Ticket höchstens [BETRAG] Euro, dazu An- und Abreise. Prüfe zuerst den offiziellen FIFA-Resale-Marktplatz unter FIFA.com/tickets sowie die offizielle Last-Minute-Phase, danach Drittanbieter wie StubHub, SeatGeek und Ticketmaster. Gib mir eine sortierte Tabelle mit Spiel, Datum, Stadion, Ticketpreis, geschätzten Reisekosten, Gesamtsumme, Link, dem Hinweis, ob es ein offizieller FIFA-Kanal ist, und der nächsten Aktion. Sortiere nach Gesamtsumme, günstigste zuerst.”.

  3. Lass den Auftrag einmal durchlaufen (ein Lauf dauert meist 5–30 Minuten). Klick die Quell-Links an und kontrolliere, ob die Angebote echt sind und achte auf die Spalte „offizieller FIFA-Kanal": Tickets von nicht-offiziellen Seiten kann die FIFA stornieren und am Stadion für ungültig erklären. Pass den Prompt bei Bedarf an, dann schalte den Agent-Modus wieder aus.

  4. Mach aus dem Prompt eine wiederkehrende Aufgabe: „Mach daraus eine wiederkehrende Aufgabe: Prüfe jeden Morgen um 8:00 Uhr neu und schick mir nur die Treffer, die unter [BETRAG] Euro Gesamtsumme liegen.”. ChatGPT legt den Task an und meldet sich ab dann täglich. Beachte: Jeder geplante Lauf zählt gegen dein monatliches Nachrichten-Kontingent, im Plus-Tarif ist das knapp bemessen, ein tägliches Scouting frisst es schnell auf.

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