🚀 Anthropic bringt Mythos zurück

PLUS: 4 weitere Stories, wöchentliche Shorts & Tipps sowie KI-Ranking

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Guten Morgen 🌞

Eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.

KI-Tools der Woche

  1. 👨‍💻Base1 — das neue Modell von Base44 zur Entwicklung von Apps

  2. 🚀 Claude Sonnet 5 — das neu veröffentlichte, kostengünstigere agentische Modell von Anthropic

  3. 🎥 Gemini Omni Flash — Googles Videomodell zur Erstellung und Bearbeitung von Videos

  4. 👋 Claude Tag — Markiere @Claude als gemeinsamen Slack-Teamkollegen, um Aufgaben zu delegieren

  5. 🗣️ Grok Voice Agent Builder — die No-Code-Plattform von xAI für Sprachassistenten

#Bonus: 📒 Notion - Jetzt mit der zweiten Generation von Notion AI: Dein smarter Partner für alles. 30 Tage kostenlos testen mit KI Weekly*

01

So begleitet Claude den Alltag seiner Nutzer

Bildquelle: Anthropic

Anthropic hat einen neuen Bericht seines Economic Index veröffentlicht. Dafür hat das Unternehmen erstmals die Nutzung von Claude rund um die Uhr ausgewertet und zusätzlich 9.700 Nutzer befragt. Ziel war es, besser zu verstehen, wie KI in den Alltag integriert wird und welche Rolle sie im Berufsleben spielt.

Die Details:

  • Anthropic hat erstmals die Nutzung von Claude stündlich statt in Wochenausschnitten ausgewertet. Dadurch wird sichtbar, wie sich KI in den Tagesablauf integriert und nicht nur in die Arbeitszeit.

  • Die Nutzung folgt klaren Alltagsmustern: Nachrichten werden vor allem morgens abgefragt, Rezepte am Abend und Schlafhilfe in den frühen Morgenstunden. Auch Ereignisse wie Steuerfristen oder Feiertage spiegeln sich unmittelbar in den Nutzungsdaten wider.

  • Die Studie verknüpft erstmals eine Umfrage unter 9.700 Nutzern mit anonymisierten Nutzungsdaten. Wer Claude stärker für Automatisierung einsetzt, erwartet, dass KI im kommenden Jahr mehr Aufgaben übernimmt und blickt zugleich optimistischer auf Gehalt, Jobsicherheit und den Sinn der eigenen Arbeit.

  • Zwischen Beruf und Privatleben verschwimmen die Grenzen zunehmend. Am Wochenende steigt der Anteil privater Gespräche mit Claude deutlich an. Besonders häufig geht es dann um Gesundheit, Finanzen oder persönliche Unterstützung.

Warum das wichtig ist: Bisher wurde vor allem diskutiert, welche Berufe KI verändert. Die Anthropic-Daten zeigen eine andere Entwicklung: KI verändert inzwischen auch Routinen. Sobald Menschen morgens Nachrichten mit Claude zusammenfassen, abends Rezepte planen und nachts nach Schlafhilfe fragen, wird KI zu einem festen Bestandteil des Alltags. Genau diese Gewohnheit dürfte langfristig wichtiger sein als einzelne Modell-Updates.

02

Meta macht Gedanken erstmals ohne Implantat lesbar

Bildquelle: Meta

Meta hat Brain2Qwerty v2 vorgestellt, ein KI-System, das Sätze direkt aus Hirnsignalen entschlüsseln kann. Anders als die erste Version erkennt es nicht mehr nur einzelne Buchstaben, sondern vollständige Wörter und Sätze. Die Genauigkeit erreicht damit erstmals ein Niveau, das bislang fast ausschließlich mit implantierten Elektroden möglich war.

Die Details:

  • Neun Probanden verbrachten jeweils zehn Stunden in einem Scanner (MEG), der die magnetischen Signale des Gehirns misst. Dabei entstanden rund 22.000 Sätze als Trainingsdaten für das System.

  • Brain2Qwerty v2 verarbeitet die Rohsignale des Gehirns erstmals durchgängig in Echtzeit. Ein Sprachmodell ergänzt dabei den semantischen Kontext und verbessert die Vorhersagen ganzer Sätze deutlich.

  • Das System erreicht durchschnittlich 61 Prozent Wortgenauigkeit, der beste Teilnehmer kam auf 78 Prozent. Frühere nicht invasive Verfahren lagen bei rund 8 Prozent. Zudem zeigt die Studie, dass die Genauigkeit mit größeren Datensätzen weiter steigt.

  • Meta veröffentlicht den Trainingscode für Version 1 und 2 frei zugänglich. Auch der Datensatz von Brain2Qwerty v1 wird zur Verfügung gestellt, um die Entwicklung nicht invasiver Gehirn Computer Schnittstellen zu beschleunigen.

Warum das wichtig ist: Bisher waren leistungsfähige Gehirn Computer Schnittstellen fast immer mit einer Operation verbunden. Gelingt derselbe Fortschritt ohne Implantate, wird die Technologie für deutlich mehr Menschen zugänglich. Gleichzeitig erhöht Metas Open Source Ansatz die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Feld in den kommenden Jahren schneller entwickelt.

03

Anthropic bringt Mythos zurück und veröffentlicht Sonnet 5

Bildquelle: Anthropic

Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für die KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 nach 18 Tagen wieder aufgehoben. Parallel veröffentlicht Anthropic mit Sonnet 5 ein neues Modell, das viele agentische Fähigkeiten der Spitzenmodelle zu deutlich geringeren Kosten verfügbar macht.

Die Details:

  • Die Exportbeschränkungen für Fable 5 und Mythos 5 wurden nach zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen und einer erneuten Prüfung durch das US-Handelsministerium aufgehoben. Fable 5 wird nun weltweit wieder ausgerollt. Mythos 5 (das gleiche Modell, wie Fable nur mit weniger Beschränkungen) bleibt zunächst auf ausgewählte US-Organisationen im Trusted Access Program beschränkt.

  • Sonnet 5 verbessert sich deutlich bei agentischem Programmieren, komplexem Reasoning und Wissensarbeit. Das Modell kann Browser und Terminal eigenständig bedienen und längere Aufgaben über viele Zwischenschritte hinweg ausführen.

  • Laut Anthropic erreicht Sonnet 5 bei mehreren Wissensaufgaben ein Leistungsniveau auf oder über Opus 4.8, kostet über die API aber bis Ende August nur 2 US Dollar pro Million Input Tokens und 10 US Dollar pro Million Output Tokens. Danach steigen die Preise auf 3 beziehungsweise 15 US Dollar.

  • Anders als frühere Modelle wurde Sonnet 5 bewusst nicht für Cybersecurity optimiert. Anthropic trennt damit sein günstiges Standardmodell klar von Mythos, das speziell für anspruchsvolle Cybersicherheitsanwendungen entwickelt wurde.

Warum das wichtig ist: Die Rückkehr von Fable beendet die erste staatlich angeordnete Abschaltung eines bereits veröffentlichten Frontier-Modells. Für Unternehmen dürfte jedoch Sonnet 5 die größere Nachricht sein. Wenn Modelle mit Opus-ähnlicher Leistung zu einem Bruchteil der Kosten verfügbar werden, sinken die Betriebskosten agentischer KI-Systeme erheblich. Genau das macht den großflächigen Einsatz von KI in Unternehmen wirtschaftlich deutlich attraktiver.

04

KI steigt in der Wertschöpfungskette auf

Bildquelle: Center For AI Safety

Das Center for AI Safety und Scale Labs haben neue Ergebnisse des Remote Labor Index veröffentlicht. Der Benchmark testet KI-Agenten anhand realer Freelancer-Aufgaben, die anschließend von Menschen bewertet werden. Die besten Modelle erreichen inzwischen deutlich höhere Automatisierungsraten als noch vor wenigen Monaten.

Die Details:

  • Der Remote-Labor-Index wurde erstmals im Oktober 2025 veröffentlicht, wobei GPT 5.2 mit einer Automatisierungsrate von 2,5 % zunächst die Spitze belegte.

  • Die Aufgaben umfassten 240 reale Aufträge in Bereichen wie 3D-Schmuckdesign, animierte Werbespots und Grundrisse, wobei Menschen die Modelle im Vergleich zu einem Profi bewerteten.

  • Anthropics „Fable 5“ erreichte bei 16,1 % der Projekte das Niveau des menschlichen Profis oder übertraf es sogar, während „Opus 4.8“ mit 8,3 % den zweiten Platz belegte und OpenAIs „GPT-5.5“ mit 6,3 % den dritten Platz.

Warum das wichtig ist: Innerhalb von weniger als einem Jahr haben sich die Spitzenwerte im Benchmark vervielfacht. Trotzdem zeigt der Test auch die Grenzen der aktuellen Systeme. Selbst das mit Abstand stärkste Modell erreichte nur bei etwa jedem sechsten Projekt professionelle Qualität. Kurzfristig dürfte der größere Effekt deshalb nicht in vollständiger Automatisierung liegen, sondern in massiven Produktivitätssteigerungen für Freelancer, die KI gezielt einsetzen — mit Menschen weiterhin als entscheidender Instanz für Qualität und Urteil.

05

Anthropic startet Claude Science für KI-gestützte Forschung

Bildquelle: Anthropic

Anthropic hat Claude Science vorgestellt, einen KI-Arbeitsbereich für Wissenschaftler, der Paper-Review, Datenbanken, Figure-Erstellung und Computing-Aufgaben in einem gemeinsamen Hub bündelt. Gleichzeitig startet das Unternehmen ein eigenes präklinisches Programm zur Wirkstoffentdeckung.

Die Details:

  • Die Plattform ist darauf ausgelegt, jeden Schritt des Forschungsprozesses zu verknüpfen und nachvollziehbar zu machen. So entsteht eine auditierbare Spur, die hilft, die Arbeit besser zu verstehen und Fakten zu überprüfen.

  • Die App verbindet mehr als 60 wissenschaftliche Quellen und Tools für Genetik, Proteine, Chemie und Zelldaten und reduziert damit das manuelle Wechseln zwischen verschiedenen Datenbanken.

  • Claude Science wird für kostenpflichtige Pläne auf MacOS und Linux ausgerollt. Sensible Datensätze können dabei auf den eigenen Maschinen eines Labors bleiben, statt in die Cloud geladen zu werden.

  • Anthropic startet außerdem ein eigenes Programm zur Wirkstoffentdeckung, das auf „vernachlässigte“ Krankheiten abzielt, die von großen Pharmaunternehmen traditionell übersprungen werden.

Warum das wichtig ist: Anthropic war bislang weniger stark auf Wissenschaft ausgerichtet als Google und OpenAI. Das hat sich im vergangenen Jahr jedoch deutlich verändert. Mit dem Ausbau seiner Life-Sciences-Aktivitäten, der Einführung von Claude Science und mehreren prominenten Neueinstellungen, darunter Nobelpreisträger John Jumper von DeepMind, drängt das Unternehmen nun deutlich stärker in den Bereich KI-gestützter Forschung und Wirkstoffentwicklung.

KI-Ranking

In aller Kürze

1️⃣ Elon Musk sagt, Grok 4.5 ist in privater Beta bei SpaceX und Tesla und soll mit zusätzlichem Cursor‑Training ähnlich gut wie Anthropic Claude Opus performen.

2️⃣ Google drosselte offenbar Meta‑Teams, weil die Nachfrage nach AI‑Rechenkapazität die verfügbare Infrastruktur überstieg und interne Projekte verzögerte.

3️⃣ OpenAI setzte Codex‑Nutzungsbeschränkungen zurück, nachdem ein Betrugserkennungsfehler einige Konten schneller durch Kontingente brennen ließ.

4️⃣ Österreich schlägt vor, Anthropic in der EU zu hosten eine Reaktion auf US‑Beschränkungen für Fable 5 und Mythos 5.

5️⃣ Anthropic hat Fable 5 seit dem 01.07 wieder freigeben, ob es die gleichen Leistungen wie vorher hat, wird sich zeigen.

Tipps & Tricks

🛠️ KI‑gestützte Videoproduktion mit Claude

Nutze Palmier Pro mit deinem Anthropic/Claude‑API‑Key, um Rohmaterial automatisch zu schneiden, zu untertiteln und zu polieren.

Schritt für Schritt

  1. Lade Palmier Pro herunter und installiere es (Link zur .dmg im Newsletter).

  2. Erstelle einen Anthropic API‑Key unter console.anthropic.com/settings/keys.

  3. Öffne Palmier Pro > Settings > Agent und füge deinen API‑Key ein.

  4. Ziehe ein 3–5 Minuten langes Video (Talking‑Head, Bildschirmaufnahme oder Produktdemo) in ein neues Projekt.

  5. Gib dem Agenten die Anweisung: „Schneide das auf etwa eine Minute. Behalte die stärksten Momente, entferne Leerlauf und bewahre die Kernaussage.“

  6. Reviewe den ersten Schnitt, bitte dann um Untertitel, bessere Pacing‑Vorschläge und leichte Farb‑/Rahmenkorrektur.

  7. Überprüfe die Timeline, exportiere und wiederhole den Zyklus in der Produktion.

🚀 Profi-Tipp: Installiere Palmier als MCP‑Server für Claude Code oder Codex, um automatisierte Workflows außerhalb des Chat‑Frontends zu ermöglichen.

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