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Die Beschuldigten sollen 130 Server mit Nvidia-B300-GPUs unter falschen Angaben bestellt und 74 davon über Zwischenstationen nach China weitergeleitet haben. Der Fall rückt neben den Chips auch die Kontrolle kompletter KI-Server und ihrer Abnehmer in den Mittelpunkt.
Die taiwanische Staatsanwaltschaft hat neun Personen angeklagt, darunter Mitarbeiter der Taiwan-Niederlassungen von Nvidia und Supermicro. Ihnen wird vorgeworfen, Hochleistungsserver mit Nvidia-B300-GPUs unter Umgehung von Exportkontrollen nach China verkauft zu haben.
Nach Darstellung der Ermittler wurden zunächst 130 Server mit falschen Angaben zum Endkunden und zum vorgesehenen Einsatzort bestellt. 74 Systeme gelangten über direkte Lieferungen sowie Zwischenstationen in Indonesien, Japan und Hongkong zu chinesischen Abnehmern. Weitere 56 Server stoppten die Behörden in Taiwan.
Acht Beschuldigte wurden wegen mutmaßlichen Vertrauensbruchs und Urkundenfälschung angeklagt. Ein neunter Beschuldigter muss sich in einem verbundenen Verfahren wegen der mutmaßlichen Verschiebung von Unternehmensvermögen verantworten. Der mutmaßliche Organisator soll mit dem Weiterverkauf der 74 Server mehr als 21,2 Millionen US-Dollar verdient haben. Die Vorwürfe sind bislang nicht rechtskräftig festgestellt.
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