Zurück zur Übersicht
Auf der VivaTech in Paris stellte Siemens zwei neue Funktionen vor: automatische Übernahme elektrischer Konstruktionsdaten aus ECAD und die Erzeugung von TIA‑Portal‑Projekten aus maschinenbeschreibendem Text. Erste Pilotzahlen nennt Siemens als Beleg für erhebliche Produktivitätsgewinne.
Siemens präsentierte auf der VivaTech in Paris zwei Erweiterungen des Eigen Engineering Agent: eine ECAD-Integration zur automatischen Übernahme elektrischer Konstruktionsdaten und eine Funktion, die aus maschinenbeschreibendem Text standardkonforme TIA-Portal-Projekte erzeugt.
Laut Siemens ist der Agent bereits bei mehr als 100 Unternehmen in 19 Ländern im Einsatz. Pilotprojekte würden typische Engineering-Workflows wie SPS-Programmierung, HMI-Visualisierung und Geräte-Konfiguration um das Zwei- bis Fünffache beschleunigen; Siemens nennt außerdem bis zu 50 Prozent Effizienzgewinn und bis zu 80 Prozent bessere Lösungsqualität. Beide Funktionen sind Teil der Standard-Subscription des Produkts.
Die Neuerungen zielen darauf ab, die Schnittstelle zwischen elektrischer Konstruktion und Software-Engineering zu schließen. Ob die angekündigten Produktivitätsgewinne in breiter Produktion eintreten, hängt von der Integration in heterogene Anlagenlandschaften und der Prüfung auf Norm- und Sicherheitskonformität ab.
Weiterlesen
Industrial Edge, Intelligence Hub und Intelligence Center X sollen Industriedaten besser kontextualisieren. Der Fokus liegt auf der Infrastruktur, die KI-Projekte in Fabriken oft ausbremst.
Das französische Unternehmen veröffentlichte am 28. Mai die Zusammenfassung seines AI Now Summit 2026. Es nennt Airbus, BMW Group und ASML als Partner für „Mistral for Industrial Engineering“ und plant in Les Ulis einen 10-MW-Standort für Inferenz.
Die Partnerschaft soll KI in internen Prozessen, Entwicklung und ausgewählten Anwendungen bei Airbus verankern. Betroffen sind unter anderem Commercial Aircraft, Helicopter, Defence und Space.
Mit dem Zukauf des österreichischen Start-ups stärkt Mistral seine Aktivitäten bei industriellen KI-Anwendungen. Der Deal zeigt, wie sich der Wettbewerb in Europa stärker auf Engineering- und R&D-Use-Cases verschiebt.