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Nach Angaben des Unternehmens nutzten mutmaßlich aus Russland gesteuerte Konten ChatGPT, um Beiträge für soziale Netzwerke zu erstellen und eine vermeintliche Expertenorganisation aufzubauen. Die Kampagne zielte unter anderem auf Debatten über die Ukraine, die EU und die deutsche Bundesregierung.
OpenAI hat nach eigenen Angaben eine mutmaßlich russische Einflussoperation offengelegt. Beteiligte Konten erzeugten mit ChatGPT Inhalte für X, LinkedIn, Facebook, Substack und Telegram und bauten dabei das selbst ernannte International Burke Institute auf.
Die Website des Instituts verbreitete laut OpenAI kopierte oder falsch zugeschriebene wissenschaftliche Texte sowie einen „Souveränitätsindex“, der Russland positiv und westliche Staaten negativ darstellte. In einer Stichprobe stammten 34 von 36 Artikeln aus anderen Quellen.
Auf deutschsprachigen Telegram-Kanälen erschienen Beiträge gegen die Ukraine, die EU und die deutsche Bundesregierung. Die direkte Reichweite blieb laut OpenAI begrenzt, mehrere Kanäle erreichten jedoch zwischen 10.000 und 20.000 Abonnenten. Relevant ist deshalb weniger die einzelne Textproduktion als die Kombination aus künstlichen Inhalten, Scheinexpertise und verschleierter Herkunft. KI macht Propaganda nicht automatisch überzeugender. Sie macht ihre Produktion jedoch deutlich leichter skalierbar.
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