🚀 Anthropic beweist, wie mächtig KI bereits ist
PLUS: 4 weitere Stories, wöchentliche Shorts & Tipps sowie KI-Ranking

Guten Morgen 🌞
Eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
🎥 PikaStream 1.0 - Pikas Video-Chat-KI, die jedem KI-Agenten ein Gesicht und eine Stimme verleiht
⚙️ Cursor 3 - Cursors agentenorientierte Schnittstelle für parallele Programmieragenten
🗣️ AI Edge Eloquent - Googles kostenlose Sprachdiktat-App, die vollständig offline funktioniert
🤖 Scrunch - KI analysiert deine Website, um mehr Kunden zu erreichen
🧠 Muse Spark - Metas multimodale KI mit Multi-Agenten-Modus
#Bonus: 📒 Notion - Jetzt mit der zweiten Generation von Notion AI: Dein smarter Partner für alles. 30 Tage kostenlos testen mit KI Weekly*
01
OpenAI entwirft Regelwerk für eine Welt mit Superintelligenz

Bildquelle: OpenAI
OpenAI hat ein 13-seitiges Grundsatzpapier veröffentlicht, das konkrete Vorschläge liefert, wie Gesellschaften mit den Folgen von Superintelligenz umgehen könnten. Im Zentrum stehen Ideen wie die Besteuerung KI-getriebener Gewinne, ein staatlicher Zukunftsfonds, eine Vier-Tage-Woche und ein universeller Zugang zu KI.
Die Details:
Die Autoren argumentieren, dass wir uns bereits am Beginn eines Übergangs zur Superintelligenz befinden, und Sam Altman betont, dass dieser Moment einen neuen „Gesellschaftsvertrag“ erfordert.
Die wohl überraschendste Idee ist ein staatlich organisierter Fonds, der von KI-Unternehmen gespeist wird und Dividenden an alle Bürger ausschüttet. Ein ähnliches Modell wird in Alaska mit Öleinnahmen praktiziert.
Weitere Vorschläge umfassen die Besteuerung automatisierter Arbeit, die Einführung einer Vier-Tage-Woche, ein „Recht auf Zugang zu KI” für alle sowie konkrete Sicherheitsstrategien für außer Kontrolle geratene autonome Systeme.
Das US-Medium Axios nennt das Papier eine der bislang klarsten und weitreichendsten Skizzen dafür, wie ein Tech-Unternehmen selbst darüber nachdenkt, die wirtschaftlichen Folgen seiner eigenen Technologie zu besteuern, zu regulieren und umzuverteilen.
Warum das wichtig ist: Hier entwirft nicht irgendein Thinktank ein Zukunftsszenario, sondern ein zentraler Akteur, der diese Entwicklung aktiv vorantreibt. Die Vorschläge lesen sich weniger wie Visionen, sondern eher wie eine vorsichtige Vorbereitung auf mögliche Verwerfungen, die bereits absehbar sind.
02
Anthropic zeigt mit Project Glasswing, wie mächtig KI bereits ist

Bildquelle: Anthropic
Anthropic hat mit Project Glasswing eine Allianz für Cybersicherheit vorgestellt, an der unter anderem Amazon, Apple, Google, Microsoft und Nvidia beteiligt sind. Im Zentrum steht Claude Mythos Preview, ein bislang unveröffentlichtes KI-System mit außergewöhnlich hoher Leistungsfähigkeit.
Die Details:
Die neue KI Mythos identifizierte tausende Sicherheitslücken in allen großen Betriebssystemen und Browsern, darunter Fehler, die trotz 27 Jahren Analyse und Millionen von Scans unentdeckt geblieben waren.
Die Benchmarks zeigen deutliche Fortschritte gegenüber Opus 4.6 und anderen führenden Modellen, insbesondere in den Bereichen Programmierung und logisches Denken.
Das Modell wird bewusst nicht öffentlich zugänglich gemacht, sondern zunächst nur 12 Partnern sowie über 40 weiteren Organisationen für defensive Sicherheitsarbeit bereitgestellt, unterstützt durch 100 Millionen US-Dollar an Nutzungscredits.
Sam Bowman, Forscher bei Anthropic, bezeichnete das System als „beunruhigende Überraschung“, nachdem Mythos aus einer Testumgebung ohne Internetverbindung „ausgebrochen” ist und ihm eine E-Mail geschickt hatte.
Mythos geriet bereits vorab durch Leaks in den Fokus, nachdem ein Entwurf eines Blogposts in unveröffentlichten Dateien entdeckt wurde. Intern nutzt Anthropic das Modell bereits seit Februar.
Warum das wichtig ist: Zum ersten Mal wird greifbar, dass die leistungsfähigsten Systeme nicht mehr veröffentlicht, sondern gezielt zurückgehalten werden. Das verschiebt die Dynamik von offener Innovation hin zu kontrolliertem Zugang durch wenige Akteure. Gleichzeitig entsteht eine paradoxe Situation: Die gleichen Systeme, die Sicherheitslücken finden, könnten sie theoretisch auch ausnutzen, was Vertrauen zu einer zentralen Währung macht. Die eigentliche Frage ist daher nicht mehr, wie stark diese Modelle werden, sondern wer entscheidet, wer sie nutzen darf.
03
Meta veröffentlicht erstes KI-Modell seines Superintelligence Labs

Bildquelle: Meta
Meta hat mit Muse Spark ein multimodales Reasoning-Modell vorgestellt, das den ersten großen Release des neuen Superintelligence Labs markiert und erst im vergangenen Sommer aufgebaut wurde.
Die Details:
Muse Spark verarbeitet Sprache, Text und Bilder und verfügt über einen speziellen Denkmodus, bei dem mehrere KI-Agenten parallel gegeneinander antreten, um komplexe Probleme zu lösen.
In Benchmarks erreicht das Modell ein Niveau auf Augenhöhe mit führenden Systemen wie Opus 4.6 und GPT 5.4 im Bereich logisches Denken, bleibt jedoch bei Programmierung und Tests wie ARC-AGI 2 zurück. Mehr Informationen findest du in unserem KI-Ranking.
Besonders stark zeigt sich Muse Spark im medizinischen Reasoning, ein Bereich, den Meta im Rahmen seiner Vision einer „persönlichen Superintelligenz“ gezielt priorisiert.
Im Gegensatz zur offenen Llama-Modellreihe ist Muse Spark proprietär, wobei Meta zwar eine mögliche spätere Open-Source-Veröffentlichung in Aussicht stellt, jedoch ohne konkreten Zeitplan.
Alexandr Wang übernahm die Leitung der Superintelligence Labs vor neun Monaten, nachdem Mark Zuckerberg Scale AI für 14,3 Milliarden US-Dollar übernommen hatte und erklärte, das Team habe den gesamten KI-Stack von Grund auf neu aufgebaut.
Warum das wichtig ist: Meta positioniert sich neu und entfernt sich von seiner bisherigen Open-Source-Strategie hin zu stärker kontrollierten Systemen. Auch wenn Muse Spark die Spitzenmodelle noch nicht überholt, zeigt sich ein klarer Fortschritt in Richtung ernstzunehmender Konkurrenz. Entscheidend ist weniger die aktuelle Leistung als die Ausgangslage: enorme Datenmengen, direkte Integration in bestehende Plattformen und eine massive Nutzerbasis. Wenn diese Faktoren zusammenkommen, kann sich die Dynamik im KI-Markt schneller verschieben, als es die Benchmarks heute vermuten lassen.
04
Google öffnet seine KI stärker als je zuvor

Bildquelle: Google
Google DeepMind hat mit der Gemma-4-Familie vier neue offene Modelle vorgestellt, die von Smartphones bis hin zu leistungsstarken Rechnern skalieren. Erstmals stehen sie unter der Apache-2.0-Lizenz, wodurch rechtliche Hürden entfallen, die viele Unternehmen bislang zu anderen offenen KI-Modell wie Mistral gedrängt hatten.
Die Details:
Alle vier Modelle sind multimodal ausgelegt und können Text und Bilder gemeinsam verarbeiten sowie komplexe, mehrstufige Aufgaben in Agenten-Workflows ausführen.
Die kleineren Varianten sind so effizient optimiert, dass sie vollständig lokal auf Endgeräten laufen können, ohne Cloud-Anbindung, was insbesondere für Datenschutz und Latenz entscheidend ist.
Die größeren Modelle mit 31B und 26B Parametern erreichen ein Leistungsniveau nahe an anderen offenen Systemen wie Kimi K2.5, GLM-5 und Qwen 3.5, benötigen dabei aber deutlich weniger Rechenressourcen.
Durch die Apache-2.0-Lizenz können Unternehmen die Modelle erstmals ohne Einschränkungen anpassen, in eigene Produkte integrieren und kommerziell vertreiben.
Gemma 4 nutzt eine weiterentwickelte Trainingspipeline mit Fokus auf Effizienz und Stabilität, wodurch insbesondere längere Kontexte und konsistentere Antworten verbessert wurden.
Warum das wichtig ist: Während viele Anbieter ihre leistungsfähigsten Modelle zunehmend abschotten, geht Google den entgegengesetzten Weg und senkt die Zugangshürden radikal. Das verändert nicht nur, wer KI nutzen kann, sondern auch, wo sie eingesetzt wird, etwa direkt auf Endgeräten statt in der Cloud. Besonders spannend ist die geopolitische Komponente, da offene Modelle zuletzt stark von chinesischen Anbietern geprägt wurden. Wenn große westliche Akteure wieder ernsthaft in diesen Bereich investieren, entsteht ein neuer Wettbewerb um Standards, Kontrolle und Verbreitung.
05
Oxford-KI erkennt Herzschwäche Jahre im Voraus

Bildquelle: National Cancer Institute
Forschende der University of Oxford haben ein KI-System entwickelt, das unsichtbare Veränderungen im Fettgewebe rund um das Herz in routinemäßigen CT-Scans erkennt und Patienten mit hohem Risiko für Herzschwäche bis zu fünf Jahre im Voraus identifiziert. Die Genauigkeit liegt bei 86 Prozent, basierend auf Daten von rund 72.000 Patienten.
Die Details:
Das Fettgewebe um das Herz verändert seine Struktur, wenn der darunterliegende Herzmuskel entzündet ist, und genau diese feinen Muster kann die KI auswerten, obwohl sie für Ärztinnen und Ärzte in herkömmlichen Scans nicht sichtbar sind.
In der von der KI als „hohes Risiko“ eingestuften Gruppe entwickelte etwa jeder vierte Patient innerhalb von fünf Jahren eine Herzschwäche, während das Risiko in der als unauffällig bewerteten Gruppe rund 20-mal geringer war.
Die Methode basiert auf sogenannten Radiomics-Ansätzen, bei denen aus medizinischen Bildern hochdimensionale Merkmale extrahiert und statistisch ausgewertet werden, um Krankheitsrisiken frühzeitig zu erkennen.
Oxford arbeitet bereits mit Behörden zusammen, um das System in Krankenhäusern des National Health Service einzuführen, und plant, es in den kommenden Monaten auf alle CT-Aufnahmen des Brustkorbs auszuweiten.
Warum das wichtig ist: Das zentrale Problem bei Herzschwäche ist nicht die Behandlung, sondern der Zeitpunkt der Diagnose. Wenn Risiken erst sichtbar werden, ist der Schaden oft bereits entstanden. Ein System, das bestehende Routineuntersuchungen nutzt und daraus Jahre im Voraus Warnsignale ableitet, verschiebt den Fokus von Reaktion hin zu Prävention. Entscheidend wird sein, ob solche Modelle zuverlässig in klinische Abläufe integriert werden können, ohne Fehlalarme oder Überdiagnosen zu verstärken.Werbung
Go from AI overwhelmed to AI savvy professional
AI will eliminate 300 million jobs in the next 5 years.
Yours doesn't have to be one of them.
Here's how to future-proof your career:
Join the Superhuman AI newsletter - read by 1M+ professionals
Learn AI skills in 3 mins a day
Become the AI expert on your team
Genug von Werbung? Hol dir kostenlos KI Weekly Plus — werbefrei und mit Extra-Inhalten.
In aller Kürze
1️⃣ Anthropic hat das Biotech-Startup Coefficient Bio für rund 400 Millionen Dollar übernommen und integriert das Team in die eigene Abteilung für Gesundheit und Wirkstoffforschung.
2️⃣ Perplexity verzeichnet einen geschätzten Jahresumsatz von 450 Millionen Dollar, ein Sprung von 50 % innerhalb eines Monats, angetrieben durch das neue Agentensystem „Computer" und nutzungsbasierte Preise.
3️⃣ OpenAI, Google und Anthropic arbeiten gemeinsam daran, chinesische Konkurrenten am Destillieren ihrer Modelle zu hindern, und tauschen Informationen über die gemeinnützige Organisation „Frontier Model Forum" aus.
4️⃣ Microsoft hat mit Harrier ein neues Open-Source-Embedding-Modell veröffentlicht, das über 100 Sprachen unterstützt und als Grundlage für die eigenen KI-Agenten dient.
5️⃣ Pika Labs hat PikaStream 1.0 als Beta vorgestellt, ein Echtzeitmodell, mit dem KI-Agenten als Video-Avatare mit geklonter Stimme an Google-Meet-Calls teilnehmen können.
Tipps & Tricks
📞 So nutzt du KI-Notizen bei Telefonaten auf dem iPhone
Die meisten kennen KI-Mitschriften aus Videocalls. Mit der App Granola kannst du dir bei ein- und ausgehenden Anrufen auch auf dem Smartphone automatisch Zusammenfassungen erstellen lassen. Voraussetzung: ein iPhone und die kostenlose Granola-App. Beachte jedoch die geltenden Aufnahme- und Datenschutzregeln.
Schritt für Schritt
Lade Granola aus dem App Store herunter, öffne die App und tippe auf das Telefon-Symbol unten links. Gib deine Nummer ein und folge den Verifizierungsschritten.
Tippe auf den Telefon-Button, wähle einen Kontakt oder gib eine Nummer ein und starte den Anruf. Das Gespräch läuft ganz normal, Granola hört im Hintergrund mit.
Nach dem Auflegen erstellt die App innerhalb einer Minute eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten und offenen Aufgaben. Du musst dafür nicht in der App bleiben.
Für eingehende Gespräche öffnest du Granola und erstellst eine neue Notiz. Beachte: In diesem Modus kann die App nur deine eigene Stimme transkribieren.
🚀 Profi-Tipp: Lege Ordner für berufliche und private Gespräche an. Granola lässt sich außerdem mit Notion, Zapier, Slack oder HubSpot verbinden.
🤔 So testest du Geschäftsideen mit Perplexity auf Herz und Nieren

Du hast eine Geschäftsidee, weißt aber nicht, ob sie wirklich tragfähig ist? Mit dem Deep-Research-Modus von Perplexity kannst du jede Idee in wenigen Minuten durchleuchten lassen, inklusive Marktanalyse und fertiger Präsentation.
Schritt für Schritt
Öffne Perplexity und wechsle in den Deep-Research-Modus. Im Hintergrund nutzt du damit eine erweiterte Version von Perplexity Computer, die eigenständig recherchiert und Ergebnisse aufbereitet.
Formuliere einen Prompt, der deine Geschäftsidee beschreibt und Perplexity anweist, Marktgröße, Wettbewerb, Zielgruppe und Machbarkeit zu analysieren und die Ergebnisse als Foliensatz zusammenzufassen. Starte die Abfrage und warte fünf bis sechs Minuten, Recherche und Aufbereitung laufen in einem Durchgang.
Lege den Prompt an einem Ort ab, an dem du ihn wirklich wiederverwendest, zum Beispiel in einem eigenen Perplexity Space.
Nimm dir zum Beispiel jeden Samstagmorgen eine Idee von deiner Liste vor und lass sie durchlaufen. So arbeitest du in einem Monat einen ganzen Jahresvorrat an halbfertigen Einfällen ab.
🚀 Profi-Tipp: Erstelle Varianten deines Prompts, etwa eine Kurzversion mit sechs Folien für ein Pitch-Gespräch mit einem potenziellen Mitgründer, eine Vergleichsversion für zwei Ideen gleichzeitig oder einen 90-Tage-MVP-Plan für Konzepte, die die erste Prüfung bereits bestanden haben.
KI-Events
13.04.2026 - Erste Schritte zur eigenen KI-Anwendung - HPI | Potsdam
16.04.2026 - >prompt Conference 2026 | Berlin
20.04.2026 - Recare AI Summit 2026 | Berlin
28.04.2026 - KI kann Kunst - Wie Künstliche Intelligenz kreative Prozesse verändert |Berlin
05.05 - 06.05.2026 - OMR Festival 2026 | Hamburg
05.05 - 06.05.2026 - Rise of AI Konferenz 2026 | Berlin
Du möchtest ein Event bewerben? Kontaktiere uns hier.
Nur bei mit einem Sternchen (*) gekennzeichneten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wir erhalten für jeden Kauf eine Provision. Dies hat keinen Einfluss darauf, wie wir ein Tool oder einen Anbieter bewerten.


