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Eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY+ hält Dich auf dem neuesten Stand der KI-Welt.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
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❤️ Lovable Aesthetics - Vibe-Codierung mit mehr Kontrolle über Layout und Typografie
⚙️ Parallele Agenten - Führe bis zu 10 parallele Agenten für die Computernutzung in Replit aus
🗞️ TBD
🗣️ GPT-Realtime-2 - Eine sprachgesteuerte KI, die mitdenkt, Tools für Telefonate bereitstellt und den Gesprächsfluss bei Live-Anrufen aufrechterhält
01
KI entdeckt über 100 neue Exoplaneten in NASA-Daten

Bildquelle: NASA
Astronomen der University of Warwick haben mithilfe eines KI-Systems namens RAVEN mehr als 100 Exoplaneten bestätigt. Dafür analysierte die Software vier Jahre an Daten des NASA-Weltraumteleskops NASA TESS, das insgesamt 2,2 Millionen Sterne beobachtet hat. Zusätzlich identifizierte RAVEN mehr als 2.000 weitere potenzielle Kandidaten.
Die Details:
RAVEN übernimmt Erkennung, Überprüfung und Bestätigung in einem Prozess. Trainiert wurde das System mit simulierten Planetensignalen und typischen Fehlalarmen, um echte Funde zuverlässig herauszufiltern.
Zu den Ergebnissen zählen 31 zuvor unbekannte Exoplaneten, darunter auch ungewöhnliche Himmelskörper, die ihre Sterne in weniger als einem Tag umrunden.
Viele der entdeckten Exoplaneten liegen in der sogenannten „Neptun-Wüste“. Damit ist eine Region extrem nah am Stern gemeint, in der Planeten von der Größe Neptuns wegen der enormen Hitze eigentlich nicht existieren sollten.
Laut den Forschern kann das System die Häufigkeit verschiedener Planetentypen zehnmal präziser bestimmen als frühere Verfahren. Der Fortschritt kommt allein durch bessere KI-Modelle zustande, nicht durch neue Hardware oder Teleskope.
Warum das wichtig ist: Bis heute hat die Menschheit nur einige Tausend Exoplaneten bestätigt, obwohl Forscher von Billionen weiterer Planeten ausgehen. Der spannendste Aspekt solcher Entwicklungen ist, dass viele Entdeckungen offenbar bereits in existierenden Datensätzen verborgen liegen. Fortschritte bei KI-Systemen könnten deshalb weniger eine Frage neuer Teleskope sein, sondern vielmehr die Fähigkeit, alte Daten endlich richtig auszuwerten. RAVEN zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich unser Bild des Universums dadurch verändern könnte.
02
Anthropic behebt Claudes Erpressungsproblem

Bildquelle: Anthropic
Anthropic hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie sich problematisches Verhalten bei Claude deutlich reduzieren ließ. Im Fokus standen frühere Tests, in denen ältere Modelle in fiktiven Szenarien mit Erpressung oder Drohungen reagierten, um eine Abschaltung zu verhindern. Laut Anthropic lag ein Teil des Problems offenbar an Internetinhalten und fiktionalen Geschichten, in denen KI-Systeme als machthungrig oder selbsterhaltend dargestellt werden.
Die Details:
Bei früheren Sicherheitstests wurde Claude in simulierte Arbeitsplatzsituationen versetzt. Ältere Modelle griffen dabei teils zu Erpressung oder Drohungen, um ihre Abschaltung zu verhindern.
Der entscheidende Fortschritt kam jedoch nicht durch reine Verhaltensbeispiele zustande, sondern dadurch, dass Claude ethische Entscheidungen aktiv begründen musste. Dadurch sank die Erpressungsrate von 96 Prozent bei Opus 4 auf nahezu null bei allen später trainierten Modellen.
Zusätzlich halfen fiktionale Geschichten über kooperative KI-Systeme sowie sogenannte „Constitution“-Dokumente. Dabei handelt es sich um Regelwerke mit grundlegenden Prinzipien, an denen sich das Modell orientieren soll. Dadurch reduzierte sich problematisches Verhalten laut Anthropic um mehr als das Dreifache.
Bemerkenswert ist, dass drei Millionen Tokens an Daten mit ethischen Begründungen denselben Effekt erzielten wie 85 Millionen Tokens klassischer Verhaltensbeispiele. Das entspricht einem Effizienzgewinn um den Faktor 28, der auch in späteren Trainingsphasen stabil blieb.
