Guten Morgen Herr Jánszky, 🌞

Was wird 2026 der wichtigste KI-Durchbruch?

Das haben wir Sven Gábor Jánszky, Zukunftsforscher, Unternehmer und Chairman des 2b AHEAD ThinkTanks, gefragt. Er zählt zu den profiliertesten Vordenkern für strategische Zukunftsfragen im deutschsprachigen Raum und berät seit Jahren internationale Unternehmen bei der Entwicklung datengetriebener Geschäftsmodelle und langfristiger Innovationsstrategien im Zeitalter von KI und digitaler Transformation.

Wenn ich diese Frage in einem Satz beantworten müsste, dann so: KI hört auf, ein Werkzeug zu sein – und wird zur Arbeitskraft. Und das geschieht 2026 in zwei Wellen.

Foto: Anika Dollmeyer

„KI hört auf, ein Werkzeug zu sein – und wird zur Arbeitskraft.“

Erste Welle: Digitale KI-Agenten sind bereits da

Heute wird fast alles als „Agent" bezeichnet, was irgendwie intelligent wirkt. Ein kostspieliger Irrtum. Der Unterschied ist fundamental: Tools warten auf Befehle, echte Agenten treffen eigenständig Entscheidungen und arbeiten autonom, sobald sie korrekt konfiguriert sind.

Was diese Autonomie bedeutet, wurde mir bei meinem letzten Silicon-Valley-Besuch klar. Dr. Richard Socher, einer der weltweit führenden KI-Forscher, formulierte es prägnant: Superintelligenz nur für E-Mails einzusetzen, wäre pure Verschwendung. Er beschrieb die Evolution in drei Stufen – von digitalen Bits über die physische Welt bis zu molekularen Strukturen. Forscher nutzen diese Intelligenz bereits, um völlig neue Proteine zu entwickeln.

Von Molekülen zum Kundenservice – das Grundprinzip bleibt gleich: Agenten arbeiten selbstständig, erkennen Ausnahmen, treffen Entscheidungen und führen zu echten Prozessgewinnen. Was sie aber brauchen, ist eine klare Organisation. Wer das systematisch angeht, landet zwangsläufig bei einem Rahmen wie der 5-Säulen-Methode.

Die zweite Welle ist physisch – und wird gegen Ende 2026 strategisch: humanoide Roboter.

Ich nenne sie bewusst „KI mit Händen und Füßen“. Denn sobald Hersteller lieferfähig verkaufen, wird Robotik für Unternehmen zur Kalkulations-Frage – nicht zur Faszination. Wenn ein System wiederholbare Handgriffe zuverlässig erledigt, vergleicht man nicht mehr „Technologie“, sondern Kosten pro Jahr gegen Personalkosten, Ausfallzeiten, Fachkräftemangel und Skalierbarkeit.

Für Geschäftsführer heißt das: Agenten gehören jetzt in die Wertschöpfungskette. Parallel beginnt die Vorbereitung auf die physische Welle mit humanoiden Robotern.

Die Dynamik erfordert regelmäßige Einordnung und strategischen Abgleich. Dabei hilft eine Community, in der du neue Entwicklungen früh einordnest, Entscheidungen spiegelst und pragmatisch nachschärfst.

Wer die Agenten-Logik und einen sauberen Rahmen für die KI-Implementierung im Unternehmen in der Tiefe sehen will: Im KI-Webinar sind sie beide verständlich und praxisnah erklärt.

Welche Frage sollen wir als Nächstes stellen?

Wir lesen jede einzelne Nachricht und Dein Feedback fließt in die nächste Ausgabe ein – klicke auf den Button unten, um deine Frage einzureichen.

Das war’s schon! 😔

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