Guten Morgen, 🌞
eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand des KI-Universums.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
🎥 Remotion - Neue Agentenfunktion zum Erstellen von Videos innerhalb von Claude Code
💡 Skills - Vercels offenes Ökosystem zum Finden und Teilen von agentenbezogenen Fähigkeiten
🎥 LTX Audio zu Video - Erstelle Videos direkt aus Audioeingaben
💼 Claude Cowork - Die agentenähnlichen Funktionen von Claude Code sind jetzt für die Pro-Stufe verfügbar.
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🌎 KI im Machtzentrum von Davos

Bildquelle: Unsplash
Beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos stand künstliche Intelligenz klar im Mittelpunkt. In Gesprächen und Panels äußerten sich führende Köpfe der Branche, darunter Dario Amodei von Anthropic, Demis Hassabis von Google und Satya Nadella von Microsoft.
Die Details:
Amodei kritisierte die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, den Verkauf von KI-Chips nach China zu erlauben, und verglich diesen Schritt mit dem Verkauf von Atomwaffen an Nordkorea.
Hassabis erwartet, dass KI bereits in diesem Jahr zu einem Rückgang bei der Einstellung von Junior-Kräften führen könnte, sieht langfristig jedoch die Chance, dass KI mehr Fähigkeiten hervorbringt als klassische Karrierepfade.
Nadella betonte, dass sich im KI-Zeitalter kein Unternehmen mehr ausruhen könne, und warnte, dass große Konzerne ohne Anpassungsfähigkeit schnell von kleineren, agileren Akteuren überholt würden.
Amodei erklärte zudem, dass wir möglicherweise nur noch sechs bis zwölf Monate von Modellen entfernt seien, die den Großteil, vielleicht sogar alle Aufgaben von Softwareentwicklern vollständig übernehmen können.
Warum das wichtig ist: Die Diskussionen in Davos bleiben oft abstrakt, doch Amodeis Zeitrahmen für vollständig KI-gestützte Softwareentwicklung setzt eine konkrete Frist. In Kombination mit geopolitischen Spannungen, Verschiebungen am Arbeitsmarkt und tiefgreifenden Veränderungen in der Softwareentwicklung wird klar: Die Phase, sich anzupassen, wird rapide kürzer.
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📊 Laut Anthropic arbeitet KI mit uns, nicht statt uns

Bildquelle: Anthropic
Anthropic hat seinen vierten Economic Index veröffentlicht und dafür rund zwei Millionen Claude-Chats ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass KI aktuell überwiegend als kollaboratives Werkzeug genutzt wird und Menschen bei den meisten Aufgaben weiterhin die Kontrolle behalten.
Die Details:
KI übernimmt inzwischen rund ein Viertel der Aufgaben in fast der Hälfte aller Berufe. Eine vollständige Ersetzung ganzer Rollen liegt weiterhin bei unter zehn Prozent der Unternehmen.
Aufgaben auf Gymnasialniveau werden mit KI etwa neunmal schneller erledigt, bei Aufgaben auf Hochschulniveau sogar zwölfmal schneller, wobei der Produktivitätsgewinn mit steigender Komplexität weiter zunimmt.
Claudes Fähigkeit, sehr umfangreiche Aufgaben zu bearbeiten, wächst weiter. Laut den Daten liegt die Erfolgsquote inzwischen bei 50 Prozent für Aufgaben mit einer Dauer von bis zu 19 Stunden.
Programmieraufgaben dominieren weiterhin die Nutzung von Claude, wenngleich unterstützende Nutzung wie Lernen, Feedback und Iteration inzwischen reine Automatisierungsaufgaben überholt hat.
Warum das wichtig ist: Die Produktivitätsgewinne durch KI sind real und nehmen schnell zu, doch die Angst vor einer vollständigen Verdrängung menschlicher Arbeit spiegelt sich in den Daten bislang nicht wider. Kritisch ist vor allem die Situation für Berufseinsteiger. Wenn KI jene Routinetätigkeiten übernimmt, die bisher als Lern- und Trainingsphase dienten, könnte eine ganze Generation junger Talente in eine völlig neue wirtschaftliche Realität geraten.
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📢 OpenAI startet mit Werbung in ChatGPT

Bildquelle: OpenAI
OpenAI hat angekündigt, in den USA erstmals personalisierte Werbung in ChatGPT zu testen. Betroffen sind Nutzer der kostenlosen Version sowie des Go-Tarifs. Damit setzt das Unternehmen einen umstrittenen Schritt in Richtung Monetarisierung um, während es einen Börsengang gegen Ende 2026 vorbereitet.
Die Details:
Die Anzeigen erscheinen unterhalb der Antworten als „Gesponserte Empfehlungen“ und werden kontextuell aus den Gesprächen abgeleitet. Nicht betroffen sind die Bereiche Gesundheit und Politik und bei minderjährigen Nutzern wird keine Werbung ausgespielt.
Der Schritt fällt zeitlich mit dem globalen Start des neuen ChatGPT Go-Tarifs für 8 US-Dollar pro Monat zusammen, bei dem Werbung bewusst eingeplant ist, um den niedrigeren Preis zu ermöglichen.
Die kostenpflichtigen Abos Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben vollständig werbefrei und OpenAI sichert zu, keine Nutzerdaten zu verkaufen und keinen Einfluss von Werbepartnern auf die Antworten von ChatGPT zuzulassen.
Sam Altman hatte 2024 noch erklärt, Werbung in ChatGPT sei nur ein letzter Ausweg, zeigte sich zuletzt jedoch offener, sofern das Vertrauen der Nutzer nicht beschädigt werde.
Warum das wichtig ist: Die Führung von OpenAI hatte sich in der Vergangenheit widersprüchlich zum Thema Werbung geäußert. Die Einstellung von Fidji Simo von Instacart im März deutete jedoch bereits sowohl auf einen geplanten Börsengang als auch auf ein werbebasiertes Geschäftsmodell hin. Werbung in KI-Assistenten ist ein sensibles Terrain. Wie OpenAI diesen Schritt umsetzt, dürfte richtungsweisend für die gesamte Branche sein.
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🤖 Microsoft zeigt wachsende Kluft bei KI Nutzung

Bildquelle: : Microsoft AI Economy Institute
Microsoft hat über sein AI Economy Institute einen neuen Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass die weltweite KI Nutzung Ende 2025 bei 16,3 Prozent lag. Gleichzeitig macht die Analyse eine zunehmende Kluft zwischen wohlhabenden und weniger entwickelten Volkswirtschaften sichtbar und verweist auf den stillen Aufstieg des DeepSeek Modells.
Die Details:
Die Vereinigte Arabische Emirate führen das Ranking mit einer Nutzungsquote von 64 Prozent in der erwerbsfähigen Bevölkerung an, während die USA trotz führender KI Modelle und Infrastruktur nur auf Platz 24 landen.
Deutschland landet vor den USA auf Platz 20, eine leichte Verbesserung vom Vorjahr.
Die Länder des Globalen Nordens nutzen KI nahezu doppelt so häufig wie Entwicklungs- und Schwellenländer, wodurch sich der Abstand inzwischen auf 10,6 Prozentpunkte vergrößert hat.
Das Modell DeepSeek gewinnt besonders in unterversorgten Regionen an Bedeutung und verzeichnet in Afrika eine zwei bis viermal höhere Nutzung, begünstigt durch Partnerschaften mit Huawei sowie durch den freien und quelloffenen Zugang.
Warum das wichtig ist: Dass die USA trotz ihrer dominanten Rolle bei Modellentwicklung und KI Infrastruktur nur auf Rang 24 liegen, zeigt, wie stark sich Innovation und flächendeckende Nutzung voneinander unterscheiden. Der leise Aufstieg von DeepSeek unterstreicht zudem, dass für globale KI Verbreitung nicht nur Leistungsfähigkeit zählt, sondern vor allem Zugänglichkeit.
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📌 Apple greift nach dem Markt für KI-Wearables

Bildquelle: TheRundown AI (Konzept)
Apple arbeitet laut The Information an einem KI-Wearable in Form eines Kamerapins, in etwa so groß wie ein AirTag. Der Marktstart ist dem Bericht zufolge für 2027 geplant, mit bis zu 20 Millionen Geräten bereits zum Launch.
Die Details:
Das Gerät soll über zwei Kameralinsen, drei Mikrofone und ein magnetisches Ladesystem ähnlich der Apple Watch verfügen und als scheibenförmiger Pin an Kleidung oder Taschen getragen werden.
Intern drängt Apple offenbar auf deutlich schnellere Entwicklungszyklen als sonst üblich, um im Wettbewerb mit OpenAI nicht weiter zurückzufallen, da dort ebenfalls eigene Wearables vorbereitet werden.
Der Markt gilt als extrem schwierig. Das stark beworbene KI-Pin-Produkt von Humane verkaufte sich weniger als zehntausend Mal, bevor das Unternehmen Teile seines Geschäfts an HP veräußerte.
Unabhängig davon berichtet Bloomberg, dass Apple parallel an einer Chatbot-Version von Siri arbeitet, die an ChatGPT erinnert und unter dem Codenamen Campos für iOS 27 entwickelt wird. Die bisherige Oberfläche soll dabei vollständig ersetzt werden.
Warum das wichtig ist: Apple hat sich beim Thema KI lange Zeit auffallend langsam bewegt. Mit dem KI-Pin, einer neuen Siri-Generation und der jüngsten Partnerschaft rund um Gemini zieht der Konzern nun sichtbar das Tempo an. Wenn ein Unternehmen das Potenzial hat, ein massentaugliches KI‑Endgerät zu etablieren, dann Apple. Nach Jahren von Verzögerungen und enttäuschten Erwartungen bleibt gesunde Skepsis jedoch angebracht.
🗞️ In aller Kürze
1️⃣ Meta hat laut Technikchef Andrew Bosworth intern die ersten Modelle seines neuen Superintelligence Labs im Einsatz, trotz weniger als einem Jahr Entwicklungszeit sollen sie bereits gute Ergebnisse liefern.
2️⃣ Anthropic verbindet Claude jetzt mit Gesundheitsdaten und unterstützt zum Start Apple Health, Health Connect, HealthEx und Function Health.
3️⃣ Node.js-Erfinder Ryan Dahl erklärt die Ära des händischen Programmierens für beendet, Softwareentwickler hätten zwar weiterhin Arbeit, aber das direkte Schreiben von Code gehöre nicht mehr dazu.
4️⃣ Anthropic hat in einer neuen Studie gezeigt, dass KI-Modelle in langen Gesprächen ungewollt in andere Rollen schlüpfen können, und präsentiert eine Lösung, die problematische Antworten um die Hälfte reduziert.
5️⃣ Elon Musk verkündet, dass xAIs Supercomputer Colossus 2 für Grok jetzt in Betrieb ist, der weltweit erste funktionierende Rechencluster mit einem Gigawatt Leistung.
💯 Welches KI-Modell ist wirklich das Beste?
Ab dieser Woche zeigen wir in der KI Weekly nicht mehr das übliche Ranking, sondern unsere eigenes. Der Grund? Wir wollten ein Ranking, das mehr zeigt als nur eine einzige Metrik und das die Frage beantwortet, die uns am häufigsten gestellt wird: „Welches KI-Modell ist gerade wirklich das Beste?"
Die Details:
Das Problem mit einzelnen Benchmarks: Sie erzählen immer nur einen Teil der Geschichte. LM Arena misst menschliche Präferenz, SWE-Bench testet Coding, GPQA prüft Fachwissen, doch kein einzelner Test zeigt das Gesamtbild.
Der KI Weekly Score kombiniert deshalb alle Komponenten und errechnet ein Mittel. Nur Modelle, für die alle Komponenten vorliegen, erhalten einen Score, so bleibt das Ranking fair und vergleichbar.
Auf https://www.kiweekly.de/ranking findest Du das vollständige Ranking mit über 200 KI-Modellen im direkten Vergleich.
Mit der Filterfunktion wechselst Du zwischen Kategorien: LLMs, Bild- oder Video-KIs je nachdem, was Du gerade brauchst.
Die Vergleichsfunktion stellt bis zu vier Modelle nebeneinander. Perfekt, um etwa GPT-5 gegen Claude Opus 4.5 gegen Gemini 3 Pro abzuwägen.
🚀 Profi-Tipp: Der Gesamtscore zeigt das beste Allround-Modell. Aber wenn ihr primär Code schreiben wollt, sortiert nach dem Coding-Score. Für Recherche ist der Wissens-Score relevanter. Das beste Modell ist immer das, das zu eurem konkreten Anwendungsfall passt.
👉 Zum vollständigen Ranking: https://www.kiweekly.de/ranking
👥 Bevorstehende KI-Events
28.01 - 29.01.2026 - all about automation Messe | Berlin
10.02.2026 - DIGITAL+ Konferenz: IT-Impulse für Berliner Unternehmen | Berlin
23.02 - 26.02.2026 - CCW 2026 | Berlin
24.03 - 25.03.2026 - Chatbot Summit 2026 | Berlin
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