Guten Morgen, 🌞
2026 ist gestartet, und KI WEEKLY hält Dich auch dieses Jahr auf dem neuesten Stand des KI-Universums.
Hier kommen die wichtigsten Entwicklungen aus der KI-Welt der letzten Woche.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
🏷️ Shopify SimGym - Simuliere das Kaufverhalten mit KI-Käufern
📱 MAI-UI - Alibabas KI-Agent zur autonomen Steuerung von Smartphone-Apps
🖥️ Claude in Chrome - Agentische Erweiterung, die Claude in Google Chrome integriert
🧮 GPT 5.2 Pro - OpenAIs neustes Modell
📪 CC - KI-Produktivitätsassistent von Google Labs in Gmail
#Bonus: 📒 Notion - Jetzt mit der zweiten Generation von Notion AI: Dein smarter Partner für alles. 30 Tage kostenlos testen mit KI Weekly*
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🌐 Amazon bringt Alexa+ ins Web

Bildquelle: Amazon
Amazon hat Alexa.com vorgestellt, eine neue browserbasierte Oberfläche, mit der der frisch KI-erweiterte Assistent Alexa+ erstmals direkt im Web nutzbar wird. Damit tritt Amazon in Konkurrenz zu Chatbots wie ChatGPT, Gemini, Claude und Grok.
Die Details:
Early Access Nutzer können Alexa+ per Browser für Recherche, Schreiben und Planung einsetzen und erleben damit erstmals eine Erweiterung jenseits klassischer Geräte.
Die agentischen Fähigkeiten von Alexa+ wachsen weiter, da Unternehmen wie Expedia, Yelp, Angi und Square neben Uber und OpenTable für Reservierungen, Services und weitere Aufgaben angebunden werden.
Amazon berichtet von stark steigender Nutzung seit dem Start von Alexa+, wobei Nutzer drei bis fünfmal häufiger über den Assistenten einkaufen und kochen als zuvor.
Auch die Alexa App wird grundlegend überarbeitet und erhält ein chatbotzentriertes Design.
Warum das wichtig ist: Amazons milliardenschwere Beteiligung an Anthropic macht diese Offensive strategisch etwas widersprüchlich, da der Konzern stark auf Claude setzt und zugleich Alexa im selben Markt positionieren will. Gleichzeitig verfügt Amazon mit Alexa über eine der wenigen KI-Plattformen, die bereits tief in alltägliche, tatsächlich genutzte Geräte integriert ist. Genau das verschafft Alexa+ eine besondere Ausgangsposition.
- 02 -
🗑️ 21 % der YouTube-Videos für neue Nutzer sind KI

Bildquelle: Kapwing
Eine neue Studie des Videobearbeitungsunternehmens Kapwing zeigt, wie stark automatisch erzeugte KI-Inhalte inzwischen YouTube prägen. Mehr als jeder fünfte empfohlene Clip für neue Nutzer besteht aus sogenanntem AI Slop („KI-Müll“). Manche dieser Kanäle erzielen Milliarden Aufrufe und Millionen an Werbeeinnahmen.
Die Details:
Die Studie definiert AI Slop als minderwertige, automatisiert erzeugte Inhalte, die gezielt auf Klicks und Reichweite optimiert sind und sich klar von hochwertig KI-unterstützten Videos unterscheiden.
Die Forscher legten einen neuen Account bei YouTube an und stellten fest, dass 21 Prozent der ersten 500 vom Algorithmus empfohlenen Videos dieser Kategorie zuzuordnen waren.
Der erfolgreichste Slop-Kanal war Bandar Apna Dost aus Indien, ein anthropomorpher Affe, der auf über zwei Milliarden Views kommt und schätzungsweise rund 4,25 Millionen US-Dollar pro Jahr einnimmt.
Südkorea führte beim Slop-Konsum mit 8,45 Milliarden Views, gefolgt von Pakistan mit 5,34 Milliarden und den USA mit 3,39 Milliarden, während Kanäle aus Spanien die meisten Abonnenten gewannen.
Warum das wichtig ist: Die These eines zunehmend künstlichen Internets („Dead Internet Theory“) wirkt immer weniger abstrakt und erreicht nun auch den Videobereich. Entscheidend ist dabei nicht nur die Existenz dieser Inhalte, sondern ihre Akzeptanz. Entweder erkennen Nutzer den Unterschied nicht, sie interagieren trotzdem, oder sie sind selbst automatisiert. Solange diese Videos zuverlässig Aufmerksamkeit erzeugen, bleibt der wirtschaftliche Anreiz bestehen und der Qualitätskontrolldruck für Plattformen weiter gering.
- 03 -
🏥 OpenAI startet eigene Health Experience

Bildquelle: OpenAI
OpenAI hat ChatGPT Health vorgestellt, einen neuen, abgekapselten Gesundheitsbereich innerhalb des Chatbots. Nutzer können dort medizinische Unterlagen und Fitnessdaten einbinden, um Gespräche rund um die eigene Gesundheit auf Basis persönlicher Kontexte zu führen statt allgemeiner Ratschläge.
Die Details:
ChatGPT Health greift auf Plattformen wie Apple Health, MyFitnessPal und Peloton zu, ergänzt durch eine b.well Anbindung, über die sich medizinische Daten direkt von Institutionen importieren lassen.
Health-Chats erhalten einen vollständig getrennten Speicherbereich und eine stärkere Verschlüsselung. OpenAI sichert zu, dass diese Inhalte nicht zum Training von Modellen verwendet werden.
OpenAI veröffentlichte zuletzt Zahlen, nach denen täglich über 40 Millionen Nutzer die Plattform für Gesundheitsfragen wie Symptomanalysen, Empfehlungen oder ähnliche Anliegen nutzen.
Eine Warteliste startet ab sofort, ein offener Zugang über Web und iOS soll bald folgen, während der Import medizinischer Unterlagen vorerst nur für Nutzer in den USA verfügbar ist.
Warum das wichtig ist: Mit dem Bereich Gesundheit erschließt OpenAI ein weiteres zentrales Vertikal nach Bildung und Shopping, allerdings mit deutlich höheren Risiken und Erwartungen. Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen im Bereich KI-gestützter Rezeptverlängerungen und neuer medizinischer KI-Geräte kommt ChatGPT Health genau zum richtigen Zeitpunkt, denn KI steht kurz davor, reale medizinische Handlungsmacht zu erlangen.
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⚠️ Grok gerät wegen „Entkleidungsfunktion“ unter Druck

Bildquelle: X / @elonmusk
Der KI-Chatbot Grok des Unternehmens xAI steht international in der Kritik und sieht sich ersten staatlichen Reaktionen ausgesetzt. Auslöser ist, dass Nutzer der Plattform X (ehemals Twitter) die integrierte KI dazu auffordern, Bilder von Frauen und Minderjährigen digital zu sexualisieren oder zu entkleiden.
Die Details:
Auf X häufen sich Anfragen an Grok, Personen mithilfe der KI-Bildbearbeitung virtuell zu entkleiden, wobei auch Minderjährige betroffen sind.
Elon Musk erklärte, Nutzer, die mit Grok illegale Inhalte erzeugen, müssten mit denselben Konsequenzen rechnen wie beim Hochladen illegaler Inhalte.
Frankreich, Indien, Malaysia und das Vereinigtes Königreich verurteilten die Ergebnisse scharf, wobei Frankreich die Inhalte als klar illegal im Sinne des europäischen Digital Services Act einordnete.
Der offizielle X @Safety Account kündigte an, entsprechende Inhalte zu entfernen, beteiligte Accounts dauerhaft zu sperren und mit Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten.
Warum das wichtig ist: Groks bewusst weniger restriktives Verhalten wurde lange als Alleinstellungsmerkmal vermarktet. Nun zeigt sich erstmals in großem Maßstab, was passiert, wenn leistungsfähige KI-Werkzeuge ohne enge Leitplanken massenhaft verfügbar sind. Die technischen Möglichkeiten skalieren schneller als Kontrolle und Verantwortung. Anonyme Accounts und eine globale Nutzerschaft machen Durchsetzung schwierig. Der Fall dürfte zum Präzedenzbeispiel dafür werden, wie Gesellschaften mit missbrauchsfähiger generativer KI umgehen.
- 05 -
😴 KI erkennt Krankheiten im Schlaf
Bildquelle: Unslpash
Forscher der Stanford University haben mit SleepFM ein neues KI-Grundlagenmodell vorgestellt, das allein anhand einer einzigen Nacht Schlaf über 130 Krankheiten vorhersagen kann. Dazu zählen unter anderem Demenz, Herzinfarkte und Parkinson.
Die Details:
Das Modell wurde mit rund 600.000 Stunden Schlafdaten von 65.000 Personen trainiert und analysiert dabei Hirnwellen, Herzaktivität, Atmung und Muskelbewegungen.
Gerieten Körpersignale aus dem Takt, etwa ein tief schlafendes Gehirn bei gleichzeitig stark erhöhter Herzfrequenz, wertete die KI dies als mögliches Warnsignal für spätere Erkrankungen.
Das Team verknüpfte 25 Jahre medizinische Daten der Stanford Sleep Clinic mit den Schlafaufzeichnungen und testete Vorhersagen über mehr als 1.000 Krankheitskategorien hinweg.
SleepFM erkannte Parkinson mit einer Genauigkeit von 89 Prozent, Demenz mit 85 Prozent, Herzinfarkte mit 81 Prozent und das allgemeine Sterberisiko mit 84 Prozent.
Warum das wichtig ist: Ein großer Teil unseres Lebens spielt sich im Schlaf ab, doch aus medizinischer Sicht wird diese Zeit bislang kaum berücksichtigt. SleepFM zeigt, dass nächtliche Körperdaten als Frühwarnsystem dienen könnten – lange bevor Symptome auftreten. Mit immer präziseren Wearables rückt eine Zukunft näher, in der Krankheitsrisiken nicht nur im Schlaflabor, sondern kontinuierlich am Handgelenk erkannt werden.
⭐ Wöchentliches KI-Ranking
And the Winner is... Gemini-3-Pro von Google. Verfügbar kostenlos in Gemini / Gemini App und unter Google AI Studio.
🗞️ In aller Kürze
1️⃣ Dell-Produktchef Kevin Terwilliger erklärte, dass Verbraucher PCs nicht wegen KI-Funktionen kaufen. Das Unternehmen will sich künftig von KI-zentriertem Marketing verabschieden.
2️⃣ Nvidia stellte auf der CES 2026 die Rubin-Plattform vor, die sechs neue Chips zu einem einheitlichen KI-Supercomputer vereint und die fünffache Trainingsleistung der Blackwell-Reihe liefert.
3️⃣ Boston Dynamics und Google DeepMind gaben eine Partnerschaft bekannt, um Gemini-Robotik-Modelle in die humanoiden Atlas-Roboter zu integrieren.
4️⃣ Google-Ingenieurin Jaana Dogan berichtete, dass Claude Code in einer Stunde nachgebaut hat, woran ihr Team ein ganzes Jahr gearbeitet hatte.
5️⃣ LMArena veröffentlichte die Jahresergebnisse von 2025: Googles Gemini 3 Pro führt bei Text, Bild und Suche, während die Veo-3.1-Modelle die Video-Rankings anführen.
Tipps & Tricks
🧾 Ausgaben aus E-Mails automatisch erfassen mit Claude für Chrome

In diesem Tutorial lernst du, wie du deine Ausgaben und Abonnements aus Gmail in wenigen Minuten automatisch in Google Sheets erfasst, mit Claude für Chrome als persönlichem Assistenten, ganz ohne komplizierte Automatisierungsketten.
Schritt für Schritt
Installiere die Claude-Erweiterung für Chrome und erstelle eine Google-Tabelle mit den Spalten: Ausgabentitel, Unternehmen, Betrag, Datum, Verlängerungsdatum, kopiere dann den Link zur Tabelle.
Öffne einen neuen Tab in Chrome und klicke auf Erweiterungen → Claude. Du siehst, dass dein aktueller Tab hervorgehoben ist (Claude kann in allen hervorgehobenen Tabs arbeiten, die es öffnet).
Gib folgenden Prompt ein: „Durchsuche meinen Posteingang nach Abonnements aus [Monat + Jahr]. Öffne [TABELLENLINK] und trage die extrahierten Daten in die Zeilen ein, mit einer Summe am Ende."
Lass Claude 10–15 Minuten arbeiten (fordere es bei vielen E-Mails zum Weitermachen auf). Speichere den Prompt als Kurzbefehl, indem du auf die drei Punkte oben rechts klickst und „In Aufgabe umwandeln" wählst.
🚀 Profi-Tipp: Sobald du einen Kurzbefehl eingerichtet hast, kannst du ihn täglich oder wöchentlich automatisch ausführen lassen, so bleibt deine Ausgabenübersicht immer aktuell.
👥 Bevorstehende KI-Events
19.01.2026 - Talk&Connect | IHK Potsdam
22.01.2026 - Artificial Intelligence in Rail: Bridging Innovation between China and Europe | Online
28.01 - 29.01.2026 - all about automation Messe | Berlin
23.02 - 26.02.2026 - CCW 2026 | Berlin
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