Guten Morgen, 🌞
eine Woche ist vergangen, und KI WEEKLY hält Dich auf dem neuesten Stand des KI-Universums.
In dieser Ausgabe
KI-Tools der Woche
🦞 Kimi Claw - Bereitstellung von OpenClaw-Agenten in der Cloud über die KI von Moonshot
🧠 Gemini 3 Deep Think - Der verbesserte KI-Modus von Google für logisches Denken
✨ Seed 2.0 - Die Open-Source-Modelle von ByteDance für Allzweck-Agenten
🧠 Claude Sonnet 4.6 - Anthropics verbessertes Modell mit 1 Million Kontextdaten
🎶 Lyria 3 - Googles neues KI-Modell zur Musikgenerierung in Gemini
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⚛️ OpenAI-Modell stellt die Physik infrage

Bildquelle: OpenAI
OpenAI hat ein neues Forschungspapier veröffentlicht, in dem GPT-5.2 eigenständig eine mathematische Formel entdeckt und deren Korrektheit bewiesen hat. Das Unternehmen spricht von der ersten originären KI-Leistung in der theoretischen Physik.
Die Details:
Das Paper widmet sich einem Problem aus der Teilchenphysik, das als gelöst galt, doch GPT-5.2 zeigte, dass die bisherige Antwort fehlerhaft war und legte eine korrekte Lösung vor.
Eine speziell für Forschungszwecke konfigurierte Version von GPT-5.2 verfasste den vollständigen mathematischen Beweis in zwölf Stunden, und Physiker aus Harvard, Cambridge und Princeton bestätigten die Argumentation.
Harvard-Physiker Andrew Strominger erklärte, die KI habe einen Lösungsweg gewählt, den kein Mensch in Betracht gezogen hätte.
Warum das wichtig ist: Die Diskussion wird weitergehen, ob KI tatsächlich neue Ideen hervorbringen kann, doch die Ergebnisse lassen sich immer schwerer ignorieren. Wenn Systeme beginnen, etablierte Annahmen in zentralen Disziplinen der Naturwissenschaft zu überprüfen und zu korrigieren, dann verschiebt sich die Debatte grundlegend. Was lange nach Science-Fiction klang, rückt sichtbar näher an die wissenschaftliche Realität.
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‼️ Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon spitzt sich zu

Bildquelle: Miguel M. / Unsplash
Das US-Verteidigungsministerium steht Berichten zufolge kurz davor, die Zusammenarbeit mit Anthropic zu beenden und das Unternehmen als „Risiko für die Lieferkette“ einzustufen. Diese Einstufung ist normalerweise nur ausländischen Gegnern vorbehalten und wird mit den Beschränkungen, die Anthropic für den Einsatz seines Modells Claude im Militärbereich setzt, begründet.
Die Details:
Die Einstufung als „Lieferkettenrisiko“ würde alle US-Rüstungsunternehmen dazu zwingen, ihre Geschäftsbeziehungen zu Anthropic zu kappen, was das KI Unternehmen wirtschaftlich empfindlich treffen würde.
Vertreter des Verteidigungsministeriums fordern, die KI für „alle rechtmäßigen Zwecke“ einsetzen zu dürfen, während Anthropic sich weigert, eine so weitreichende Nutzung pauschal zu erlauben.
Das Unternehmen zeigt sich grundsätzlich offen für Lockerungen, möchte jedoch sicherstellen, dass seine KI weder zur Überwachung amerikanischer Bürger noch zum Bau autonomer Waffensysteme verwendet wird, wie Axios berichtet.
Claude ist derzeit die einzige KI, die auf klassifizierten Systemen des Pentagons läuft, und soll zudem über Palantir im Januar bei der US-Festnahme von Nicolás Maduro eingesetzt worden sein.
Warum das wichtig ist: Fachleute warnen seit Jahren vor einem unkontrollierten Einsatz von KI in militärischen Kontexten. Der aktuelle Konflikt markiert einen Wendepunkt, an dem sich zeigt, wie stark die Spannungen zwischen unternehmerischen Leitplanken für verantwortungsvollen KI-Einsatz und den operativen Anforderungen des Militärs geworden sind. Am Ende wird sich entscheiden, wer die Regeln für KI im Bereich der nationalen Sicherheit prägt.
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🧠 Claude Sonnet 4.6 setzt neue Maßstäbe

Bildquelle: Anthropic
Anthropic hat mit Claude Sonnet 4.6 sein neuestes Modell im mittleren Segment vorgestellt. Es erreicht oder übertrifft das Flaggschiff Opus 4.6 in Bereichen wie Finanzanalyse, Computersteuerung, Programmierung und Office Benchmarks und kostet dabei nur ein Fünftel. Hinzu kommt ein Kontextfenster von einer Million Tokens.
Die Details:
Auf SWE Bench Verified für Programmierung erzielte Sonnet 4.6 einen Wert von 79,6 Prozent und lag damit nur knapp unter Opus 4.6 mit 80,8 Prozent, während die Kosten lediglich ein Fünftel betragen.
Bei agentischer Fähgikeiten und Office-Benchmarks übertraf Sonnet 4.6 erstmals das Opus Modell und setzte damit ein deutliches Signal für die Leistungsfähigkeit der mittleren Modellklasse.
Tester von Claude Code bevorzugten Sonnet 4.6 in 70 Prozent der Fälle gegenüber dem Vorgänger, zudem setzte es sich in 59 Prozent der Bewertungen sogar gegen Opus 4.5 durch.
Auch die Fähigkeiten im Bereich Computersteuerung entwickeln sich rasant, die Leistung steigert sich von unter 15 Prozent Ende 2024 auf nunmehr 72,5 Prozent.
Warum das wichtig ist: Anthropic verfolgt eine klare Strategie, indem nahezu Opus Niveau in rasantem Tempo in die günstigere Produktlinie überführt wird. Angesichts starker chinesischer Modelle, die den Markt weiterhin preislich unter Druck setzen, positioniert sich Sonnet 4.6 als ernstzunehmender Kandidat für das volumenstarke Segment agentischer Anwendungen.
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🎵 Google stellt KI Musik in Gemini vor

Bildquelle: Google
Google hat mit Lyria 3 sein neues Modell zur KI-Musikgenerierung direkt in Gemini integriert. Nutzer können damit aus einem Textprompt oder sogar aus einem Foto individuelle, 30 Sekunden lange Tracks erzeugen lassen, inklusive automatisch generierter Songtexte und passendem Cover in beliebigen Sprachen.
Die Details:
Das Modell übernimmt eigenständig alles von Genre und Tempo bis hin zu Gesangsstil und Lyrics, wobei du als Ausgangspunkt Texte, Bilder oder Videos hochladen kannst.
DeepMind arbeitet bereits seit 2023 an Lyria, doch erstmals erreicht die Technologie nun über die Gemini App ein breites Publikum und funktioniert erstaunlich gut.
Jeder generierte Track wird mit Googles SynthID Wasserzeichen versehen, zudem kannst du in Gemini beliebige Audiodateien hochladen und prüfen lassen, ob sie mit KI erstellt wurden.
Auch YouTube Creator erhalten Zugriff auf Lyria 3 über Dream Track für Shorts, wodurch sich individuelle Musikstücke unkompliziert in Videobeiträge integrieren lassen.
Warum das wichtig ist: Musikgenerator-Plattformen wie Suno oder Udio haben in den vergangenen Monaten beachtliche Qualität erreicht und produzieren Songs, die für viele kaum noch von menschlich komponierter Musik zu unterscheiden sind, blieben bislang jedoch Nischenprodukte. Die Integration von Lyria in Gemini verändert die Ausgangslage grundlegend, da KI-Musik damit für Millionen Nutzer nur noch einen Prompt entfernt ist, selbst für jene, die bislang nie ein spezialisiertes Musikmodell verwendet haben.
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🤖 Neues Gemini 3.1 Pro verdoppelt Denkfähigkeiten

Bildquelle: Google
Google hat Gemini 3.1 Pro veröffentlicht und liefert damit ein deutliches Upgrade beim Schlussfolgern, starke Benchmark Resultate und insgesamt Leistungen auf Spitzenniveau, ohne die API-Preise im Vergleich zum Vorgänger zu erhöhen.
Die Details:
Gemini 3.1 Pro erreicht 77,1 Prozent im ARC AGI 2 Reasoning Benchmark, steigt damit von 31,1 Prozent bei Gemini 3 Pro und liegt vor Opus 4.6 mit 68,8 Prozent sowie GPT 5.2 mit 52,9 Prozent.
Das Modell landet zudem auf Platz eins in Benchmarks für Wissenschaft, Competitive Coding, MCP Nutzung, agentische Suche und weiteren Disziplinen.
Google positioniert 3.1 als Kernintelligenz hinter dem großen Deep Think Update der vergangenen Woche, das nun in der Gemini App, in NotebookLM und in Entwickler Tools verfügbar ist.
Die Preise bleiben identisch zu Gemini 3 Pro, das Kontextfenster liegt weiterhin bei einer Million Tokens, und damit ist 3.1 Pro günstiger als viele Optionen von Anthropic und OpenAI.
Warum das wichtig ist: Nachdem Anthropic und OpenAI 2026 bislang viele Schlagzeilen gesetzt haben, antwortet Google in kurzer Folge mit spürbarer Wucht, zuerst mit Deep Think und nun mit einem Launch, der Gemini zurück in die Diskussion um das stärkste Modell der Welt bringt. Wenn das stimmt, wirkt eine Gegenreaktion von OpenAI eher wie eine Frage des Zeitpunkts als des Prinzips.
🗞️ In aller Kürze
1️⃣ xAI hat Grok 4.20 als öffentliche Beta gestartet das Modell setzt auf vier spezialisierte KI-Agenten, die parallel denken und diskutieren, bevor sie eine gemeinsame Antwort liefern, und war im Aktienhandels-Wettbewerb Alpha Arena das einzige profitable KI-System.
2️⃣ Meta und Nvidia haben einen mehrjährigen Milliarden-Deal geschlossen, bei dem Meta Millionen von Blackwell- und Rubin-GPUs sowie erstmals eigenständige Nvidia-CPUs in seinen Rechenzentren einsetzen wird. Ein klares Signal, dass der KI-Infrastruktur-Boom weitergeht.
3️⃣ Das US-Verteidigungsministerium erwägt, seinen 200-Millionen-Dollar-Vertrag mit Anthropic zu kündigen, weil das Unternehmen sich weigert, Claude ohne Einschränkungen für militärische Zwecke freizugeben. Anthropic besteht auf roten Linien bei Massenüberwachung und autonomen Waffen.
4️⃣ Spotify hat bekannt gegeben, dass die besten Entwickler des Unternehmens seit Dezember keine einzige Zeile Code mehr selbst geschrieben haben. Stattdessen generiert und überwacht das Team seinen Code komplett mithilfe von Claude Code und dem internen System „Honk".
5️⃣ Ex-DeepMind-Forscher David Silver sammelt Berichten zufolge eine Milliarde Dollar für sein Londoner Startup Ineffable Intelligence ein. Die größte Seed-Runde in der Geschichte Europas, angeführt von Sequoia Capital bei einer Bewertung von rund vier Milliarden Dollar.
🎬 So erstellst du Videos per Prompt mit Remotion und Claude Code

Remotion verwandelt Claude Code in ein Videoproduktions-Tool: Du beschreibst in natürlicher Sprache, was du sehen willst, und Claude schreibt den Code, der daraus ein fertiges Video rendert, inklusive Animationen, Übergängen und Text-Overlays.
Schritt für Schritt
Öffne Claude Code und richte den Remotion MCP ein, indem du sagst: „Füge den Remotion MCP-Server hinzu mit dem Paket @remotion/mcp." Damit hat Claude ab sofort Zugriff auf alle Best Practices und Funktionen von Remotion.
Bitte Claude, ein neues Remotion-Videoprojekt mit TailwindCSS und den Remotion MCP zu erstellen. Claude erledigt das komplette Setup für dich.
Lass Claude die Vorschau starten. Im Browser öffnet sich dann das Remotion Studio, in dem du dein Video live siehst.
Jetzt beschreibst du einfach, was du willst zum Beispiel: „Erstelle ein 10-Sekunden-Intro mit dem Titel ‚KI Weekly', animierter Einblendung und einem modernen, dunklen Farbschema."
Claude schreibt den Code und du siehst in der Live-Vorschau sofort das Ergebnis. Gefällt dir etwas nicht, sag einfach, was sich ändern soll. Claude passt alles Schritt für Schritt an. Wenn es passt, sag: „Render das Video als MP4." fertig.
🚀 Profi-Tipp: Für KI-generierte Voiceover, Soundeffekte oder Bilder kannst du zusätzlich den MCP-Server „remotion-media-mcp" einbinden. Damit lassen sich Dienste wie ElevenLabs oder Suno direkt aus Claude Code heraus nutzen.
👥 Bevorstehende KI-Events
23.02 - 26.02.2026 - CCW 2026 | Berlin
25.02.2026 - HiAI Das virtuelle KI-Event 2026 | Online
18.03 - 19.03.2026 - TRANSFORM | Berlin
24.03 - 25.03.2026 - Chatbot Summit 2026 | Berlin
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